Adobes Cloud-KI für besseres PDF-Leseerlebnis auf mobilen Geräten

Mit dem KI-basierten Liquid Mode in seinen Reader-Apps für Android und iOS will Adobe "die Zukunft des PDF" einläuten.

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(Bild: Adobe Inc.)

Von
  • André von Raison

Nach einer Adobe-Schätzung sind derzeit weltweit rund 2,5 Billionen PDF-Dokumente im Umlauf, die Nutzer zunehmend auf mobilen Geräten lesen. Wie eine Studie in den USA ergab, frustriert das Lesen längerer Dokumente auf mobilen Geräte 65 Prozent der Befragten, fast die Hälfte – 45 Prozent – würden die Dokumente mangels Lesekomforts gar nicht oder nur unvollständig lesen. Dem setzt Adobe den jetzt erstmals in seinen Reader-Apps integrierten Liquid Mode entgegen. Er formatiert Text, Bilder und Tabellen automatisch neu, um auch auf kleinen Bildschirmen eine schnelle Navigation und Nutzung zu ermöglichen.

Technisch prüft der Reader beim Öffnen eines PDFs, ob dieses mit dem Liquid Mode kompatibel ist. Falls ja, blendet er den zugehörigen Button ein. Klickt der Nutzer darauf, lädt die App das PDF in Adobes Document Cloud hoch, wo im Dokument mithilfe des KI/ML-Framework Sensei die verschiedenen Formate wie Überschriften, Absätze, Bilder, Listen oder Tabellen analysiert und in einer hierarchischen Dokumentenstruktur anordnet werden.

Daran orientiert sich der Liquid Mode, um automatisch die Schrift- und Bildgrößen an die kleinen Mobilbildschirme anzupassen, ohne dass der Anwender rein- und rauszoomen muss. Hierzu zählt auch das Einklappen von Textabschnitten für eine bessere Übersicht. Darüber hinaus macht der Liquid Mode den kompletten Text durchsuchbar. Wem die automatischen Anpassungen nicht passen, der kann eigene Formatierungspräferenzen definieren.

Adobe räumt im zugehörigen Blogeintrag ein, dass die dahinter arbeitende Technologie noch am Anfang steht. Wie bei allen maschinellen Lernverfahren gelte auch hier: Je mehr Dokumente den Liquid Mode durchlaufen, desto präziser würden die Ergebnisse. Derzeit funktioniert er in den Apps für Android, iOS und für mit Googles Play Store kompatiblen Chromebooks. Im nächsten Schritt sollen Desktop und Browser folgen.

(avr)