DTP-Suite: Affinity V2 mit hunderten neuen Features und Universallizenz

Die englische Firma Serif hat ihre Apps Affinity Photo, Designer und Publisher in Version 2 veröffentlicht. Auf ein Abo-Modell wird weiterhin verzichtet.

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(Bild: Serif)

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Serif hat ein großes Update seiner Apps Affinity Photo, Affinity Designer und Affinity Publisher veröffentlicht. Es ist das erste Mal in der achtjährigen Geschichte der Software, dass alle neuen Versionen gleichzeitig erscheinen. Mit Version 2 der Programme für Fotobearbeitung, Desktop Publishing und Grafikdesign wurde auch ein neues Preismodell eingeführt, das zusätzlich zum Einzelkauf die Möglichkeit einer Universallizenz für alle Apps und Plattformen vorsieht. Wer schon die Apps der ersten Generation hat, bekommt die Updates allerdings nicht automatisch. In diesem Fall ist ein Neukauf nötig.

Die Entwickler sprechen von einer komplett überarbeiteten Benutzeroberfläche und Hunderten von Performance- und Workflow-Verbesserungen. Besonders hervorgehoben wird auch der Verzicht auf ein Abo-Modell. Sowohl Einzelnutzer als auch Firmen bekommen die Apps für Desktop und iPad zum Einmalpreis. Damit bringt sich Serif einmal mehr als Alternative zu Adobe und seinen im Abo-Modell verkauften Apps in Stellung.

Das DTP-Tool Affinity Publisher steht nun erstmals auch als iPad-Version zur Verfügung. Damit vervollständigt Serif sein Angebot für das iPad, für das im Jahr 2018 zuerst Affinity Designer erschien. Mit Affinity Publisher für das iPad und den Desktop-Versionen für Windows und Mac können nun speziell für akademische und wissenschaftliche Texte Fußnoten, Rand- und Endnoten gesetzt werden. Es steht außerdem die Möglichkeit zur Verfügung, verschiedene Publisher-Dokumente als Kapitel zu einem Buch zu verbinden. Und per AutoFlow soll es möglich sein, ein Dokument automatisch zu befüllen, indem ein vorhandenes Layout wiederholt wird.

Das Grafikdesign-Programm Affinity Designer, das im Jahr 2015 erstmals auf Deutsch erschien, hält unter anderem eine zerstörungsfreie Vektorverzerrung vor, mit der beliebige Vektorgrafiken und Texte bearbeitet werden können. Mit dem Formkonstrukteur soll es einfach möglich sein, durch Addieren und Subtrahieren von Formen und Segmenten komplexe Formen zu erstellen. Passend dazu können mit einer Messerfunktion Fragmente von Formen, Kurven und Texten abgeschnitten werden. Mit einem Maß- und Flächenwerkzeug können Linien und Flächen vermessen werden. In der neuen Version steht zudem der Import von DXF- und DWG-Dateien aus AutoCAD zur Verfügung.

In der Fotobearbeitung Affinity Photo können RAW-Dateien in der neuen Version zerstörungsfrei entwickelt werden. Zerstörungsfrei geht es auch bei den Live-Masken zu, die sich automatisch anhand von Eigenschaften eines Bildes aktualisieren, etwa ausgerichtet an einer bestimmten Farbe. Die Funktion Bandpass erlaubt Masken, die sich auf die Kontrastgrenzen in einem Bild beschränken. Ähnlich Luminanz: Hiermit können bestimmte Helligkeitsbereiche maskiert werden, um diese gezielt anzupassen. Mit einer Gitterverzerrung ist es möglich, zerstörungsfrei und in Echtzeit Teile eines Bildes zu bearbeiten.

Die drei Apps werden für macOS, Windows und iPad angeboten. Einzeln kosten die Apps für Windows und Mac jeweils 84,99 Euro, die iPad-Varianten jeweils 23,99 Euro. Aktuell bietet Serif einen Einführungsrabatt von 40 Prozent an, sodass die Desktop-Apps 48,99 Euro und die iPad-Apps 14,99 Euro kosten.

Neu ist die Möglichkeit einer Universallizenz. Diese enthält alle drei Apps für alle Plattformen und kostet für Einzelnutzer knapp 120 Euro. Unternehmen zahlen 108 Euro pro Lizenz. Die neuen Versionen können 30 Tage kostenlos getestet werden.

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(mki)