"Ahnungen" lassen Amazons Alexa selbstständig handeln

Amazon Alexa kann auf Basis bisheriger Anweisungen des Anwenders selbstständig Aktionen auszuführen, ohne vorher nachzufragen.

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(Bild: Amazon)

Von
  • Oliver Bünte

Amazons Smartspeaker mit der Sprachassistentin Alexa erhalten mit Hunches (Ahnungen) eine neue Funktion, die selbstständig Handlungen ausführt, ohne dass der Nutzer sie auslösen muss. So kann Alexa beispielsweise in Anlehnung an das bisherige Nutzerverhalten das Licht oder die Heizung selbstständig ein- und ausschalten, auf das jeweilige Level stellen und damit proaktiv handeln. Zusätzlich ergänzt Alexa ein Sicherheitsfeature und einen Energiemonitor.

In den USA kann Alexa schon seit 2018 die Gewohnheiten der Anwender analysieren und aus wiederkehrenden Anweisungen regelmäßige Aufgaben zu bestimmten Zeitpunkten ableiten. Alexa unterstützt bei Hunches alle Geräte, die über eine Smart Home Skill API angesprochen werden, hieß es bereits im Dezember 2020 im Amazon Entwickler-Blog.

Bisher hat Alexa immer nachgefragt, bevor eine Aktion ausgeführt wurde. Nun soll dies nicht mehr der Fall sein müssen. Anwender können Alexa in den Einstellungen eine Generalvollmacht erteilen, um selbstständig zu handeln. Zusätzlich ist aber eine Feinabstimmung möglich, welche Hunches Alexa ausführen darf und welche nicht. Unklar ist, wann das Feature in Deutschland ankommen wird.

Hunches sollen proaktiv Handlungen ausführen.
(Quelle: Amazon Alexa)

Das Sicherheitsfeature Guard Plus wird ebenfalls zunächst den US-amerikanischen Nutzern vorbehalten bleiben. Alexa ermittelt spezifische Geräusche, die auf ein Sicherheitsproblem im Haus hinweisen könnten wie etwa Einbruchsgeräusche, Hilferufe usw. Die Geräusche werden dann von Menschen ausgewertet. Sofern ein Notfall vorliegen könnte, verständigen sie die Polizei oder einen Notdienst. Der Service soll monatlich 4,99 US-Dollar oder jährlich 49 US-Dollar kosten.

Die Alexa-App erhält ein Energy Dashboard. Mit Alexas Smartspeaker verbundene Geräte, die Energieverbrauchwerte liefern, werden dann in einer Übersicht angezeigt. Darunter fallen beispielsweise smarte Leuchten, Schalt-Steckdosen, Thermostate, TV-Geräte und Amazon Echos. Amazon will in Abhängigkeit der persönlichen Geräte-Nutzung Hinweise geben, wie der Energieverbrauch gesenkt werden kann. Statistiken sollen dem Anwender bei der Auswertung helfen. Eng damit verknüpft sind die Hunches, preist Amazon die neue Funktion an. Demnach können sie ebenfalls dabei helfen, Energie einzusparen, indem Alexa automatisch das Licht deaktiviert oder die Heizung abschaltet, wenn Nutzer beispielsweise nicht zu Hause sind.

(olb)