Ahrtal-Flutgebiet: Neues Warnnetz mit elektronischen Sirenen betriebsbereit

Als Konsequenz aus den Problemen mit dem bestehenden Warnsystem bei der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 geht nun ein neues Warnnetz mit einem Test in Betrieb.

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Monreal in der Eifel im Juli 2021

(Bild: M. Volk/Shutterstock.com)

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  • dpa

Mehr als ein Jahr nach der tödlichen Ahrflut mit teils zu späten Warnungen ist ein neues Netz mit elektronischen Warnsirenen in dem Flusstal fertig geworden. Die 85 Anlagen sollen am Samstag, 12. November 2022, um 12.00 Uhr mit einem Probealarm getestet werden, wie der Kreis Ahrweiler mitteilte.

Die Warnsirenen auf Dächern und Masten könnten einheitlich auf Knopfdruck aktiviert werden. Neben Alarmtönen sollen ebenso Durchsagen in mehreren Sprachen gestartet werden können – das Rotweingebiet Ahrtal wird auch von zahlreichen ausländischen Touristen besucht. Bei einem Stromausfall können die Sirenen nach den Angaben "akkugepuffert" weiter funktionieren.

Eine Schlussrechnung liegt noch nicht vor – die Kosten der Warnsirenen und ihrer Installation werden laut einer Sprecherin der Kreisverwaltung bislang auf um die zwei Millionen Euro geschätzt. Ein Faltblatt soll über die Töne für Warnungen und Entwarnungen informieren. Bei der Ahr-Flutkatastrophe im Juli 2021 waren mindestens 134 Menschen getötet und Tausende Häuser verwüstet worden.

(olb)