AirPods Pro 2 und AirPods Max 2: Was wir über die nächste Generation hören

Kaum eine Produktvorstellung Apples ist so unberechenbar wie die der AirPods. Eine Übersicht über die bisherigen Gerüchte und was zu erwarten ist.

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(Bild: Ivan_Shenets/Shutterstock.com)

Von
  • Malte Kirchner

Bei den AirPods lässt sich Apple im Vergleich zum Smartphone gerne Zeit: Zwei bzw. drei Jahre vergingen bislang zwischen den bislang drei Modellgenerationen der klassischen AirPods. Bei den AirPods Pro und den AirPods Max gibt es noch keine Erfahrungswerte – hier liegen jeweils nur die ersten Generationen vor. In diesem Jahr verdichten sich aber die Gerüchte, dass es etwas Neues in Sachen AirPods geben könnte.

Ende Oktober 2019 veröffentlichte Apple die erste Generation der AirPods Pro. Neben einem im Vergleich zu den klassischen AirPods etwas kompakteren Aussehen unterscheiden sie sich primär mit ihren Silikon-Aufsätzen und dem Active Noise Cancelling (ANC, aktive Geräuschunterdrückung) vom Standard-Modell. Im Jahr 2021 wurde ein kabellos ladbares MagSafe-Case zum Aufbewahren der Ohrstecker nachgelegt. Ansonsten hat sich jedoch nichts getan.

Das könnte sich dieses Jahr ändern, wenn jene Analysten Recht behalten, die gute Kontakte zur Zuliefererkette in Asien unterhalten. Anfang des Jahres hieß es, dass 2022 eine neue Generation der AirPods Pro erscheinen soll. Solche Verlautbarungen sind freilich mit Vorsicht zu genießen, denn schon im vergangenen Jahr gab es allerhand Verwirrung um neue AirPods Pro – am Ende erschienen die AirPods der dritten Generation, die ihnen ähnlich sehen.

Anders als bei iPhones und anderen Geräten gibt es noch sehr vage Angaben dazu, was die AirPods Pro der zweiten von der ersten Generation unterscheiden soll. Ein heißer Feature-Kandidat ist Lossless Audio. Apple hat mit viel Aufwand seinen Musikbestand auf den verlustfreien Standard umgestellt, bietet aber kurioserweise selbst bislang gar keine geeigneten tragbaren Endgeräte an, damit Nutzer die Vorteile auch im Alltag zu spüren bekommen. Flaschenhals ist dabei der Bluetooth-Standard, der nicht genügend Bandbreite bietet. Apple könnte deshalb versucht sein, ein eigenes proprietäres Protokoll einzuführen, das zu Bluetooth abwärtskompatibel ist. Entsprechende Andeutungen waren Anfang 2022 einem Interview mit Gary Geaves, einem leitenden Apple-Mitarbeiter im Akustikbereich, zu entnehmen. Apple hat einschlägige Erfahrungen mit solchen Erweiterungen, da die AirPods generell auf Bluetooth basieren, Apple aber etwa für den Aufbau der Verbindung zu iPhone, iPad und Mac einen eigenen Weg gegangen ist, damit die AirPods einfacher zu bedienen sind.

Wird in die AirPods Pro 2 erstmals ein Fitnesssensor eingebaut?

(Bild: Apple)

Stark verkaufsfördernd wären dennoch eher andere neue Funktionen. Vielleicht bewahrheitet sich das Gerücht des ersten Fitness-Sensors, der in die kabellosen Kopfhörer eingebaut wird. Die Angaben schwanken, ob es sich um einen verbesserten Bewegungssensor handelt oder um eine Möglichkeit, die Atemfrequenz zu erfassen, was gut zu Apples Gesundheits-Ambitionen passen würde. Dafür und für die Verarbeitung von Lossless Audio könnten die AirPods den deutlich besseren Chip benötigen, der eingebaut sein soll.

Das Design soll indessen weitgehend unverändert bleiben. Lediglich von kürzeren Stummeln ist die Rede. Und das Case zur Aufbewahrung der AirPods Pro könnte einen nach außen hin gut hörbaren Lautsprecher bekommen, damit das kleine Kästchen über die Wo-ist-Funktion lautstark zu finden ist.

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Wer ein Schnäppchen wittert und abwartet, die erste Generation zu kaufen, sobald die zweite erschienen ist, muss schnell sein: Apple soll angeblich Lehren aus dem laut Analyst Ming-Chi Kuo anfangs schleppenden Verkauf der AirPods 3 gezogen haben und will die AirPods Pro der ersten Generationen sofort nach Veröffentlichung der zweiten Version aus dem Programm nehmen. Bei den klassischen AirPods sollen sich nämlich viele wegen des Preisvorteils eher für die zweite und nicht die aktuelle Generation entschieden haben. Erfahrungsgemäß sind vorherige Generationen noch einige Zeit infolge von Restbeständen über den Einzelhandel zu beziehen.

Die AirPods Max sind noch gar nicht so alt: Ende 2020 erschien die erste Generation der Over-Ear-Kopfhörer. Und aufgrund des schwierigen Starts mitten in der Coronapandemie erscheint der Zeitraum manch einem noch kürzer.

Laut Bloomberg sind wohl weitere Farben im Gespräch. Dafür bräuchte es – siehe HomePod Mini und die jeweils aktuellen iPhones – aber nicht unbedingt ein neues Modell. Neue Farbvarianten der ersten Generation sind also genauso denkbar.

Erfahrungsgemäß werden in zweiten Modellgenerationen gerne auch mal Features eingebaut, über die vor der ersten schon spekuliert wurde, die es aber aus irgendwelchen Gründen nicht in das finale Produkt geschafft haben. Hier ist die Liste bei den AirPods Max lang. Von auswechselbaren Kopfbändern, die – ähnlich den Watch-Armbändern – einen Zubehörmarkt hergeben könnten, war ebenso die Rede wie von einer Ausrichtungserkennung, durch die sich der linke und rechte Audiokanal automatisch neu einstellen, wenn die Kopfhörer andersherum aufgesetzt werden.

Mehr noch als die AirPods Pro würden sich die AirPods Max für Lossless Audio empfehlen – wären da nicht auch vereinzelt aufkommende böse Gerüchte, dass es bei einer Generation bleiben könnte. Damit würden die AirPods Max das gleiche Schicksal teilen wie der große HomePod, der die Rezensenten in Sachen Klang begeisterte, aber durch seinen hohen Preis offenbar keine ausreichend große Zielgruppe fand. Aber noch ist es aufgrund des geringen Alters des Produkts für solche Schlussfolgerungen viel zu früh.

Wer sich für die klassischen AirPods interessiert, hat aktuell keinen Grund, auf eine neue Generation zu warten. Erst im Oktober 2021 sind die AirPods der dritten Generation erschienen. Apple hatte die Bauform leicht verändert, die Batterielaufzeit verlängert und den Klang verbessert. Nichts deutet darauf hin, dass Apple hier in nächster Zeit etwas Neues plant.

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(mki)