All-in-One-PC: Videokonferenz-Anbieter Zoom steigt in Hardware-Markt ein

Zoom vertreibt zusammen mit DTEN ein 27 Zoll großes Display mit integrierten Kameras, Mikrofonen und einem angefügten Mini-PC.

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(Bild: DTEN)

Von
  • Mark Mantel

Nach der Verbreitung der Videokonferenz-Software Zoom steigt das dahinter stehende Unternehmen in den Markt für Hardware ein. Partner DTEN baut das All-in-One-Videokonferenzsystem ME, auf dem ein eigenes Betriebssystem (DTEN OS) samt Zoom-Client vorinstalliert ist.

Das DTEN ME besteht aus einem 27 Zoll großen Full-HD-Touchscreen (1920 × 1080 Pixel) mit drei Weitwinkelkameras sowie acht Mikrofonen an der Oberseite. An der Rückseite befindet sich unten ein Mini-PC, der dem System gleichzeitig als "Standfuß" Stabilität verleiht. Das DTEN ME funkt im Wi-Fi-5-Netz (WLAN 802.11ac) und lässt sich über Ethernet per Kabel verbinden. Einen eigenständigen PC können Nutzer mittels HDMI anschließen. Genauere Spezifikationen nennen weder Zoom noch DTEN.

DTEN ME (4 Bilder)

(Bild: DTEN)

Offen bleiben daher Fragen nach dem verbauten Paneltyp, den verbauten Kameras (Auflösung, Wiederholrate, Brennweite, Blende) und der PC-Hardware. In den bisherigen 55- und 75-Zoll-Systemen steckten beispielsweise Intels Vierkern-Prozessor Core i5-7500 und eine 128 GByte kleine SSD.

Verbesserungswürdig erscheint zudem der Standfuß, wenn man ihn denn als solches bezeichnen möchte. Was bei fernseherähnlichen Geräten dank Wandmontage funktionieren mag, erscheint auf dem Schreibtisch unergonomisch: Das Display steht im festen 90-Grad-Winkel unmittelbar auf dem Tisch, eine VESA-Befestigung für einen Monitorarm gibt es nicht.

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Zoom und DTEN wollen das ME ab September in Europa ausliefern. Die Preisempfehlung liegt bei 600 US-Dollar (ohne Steuern), was etwa 610 Euro mit 16-prozentiger Mehrwertsteuer entspräche. Erste Händler listen das System für über 800 Euro.

(mma)