Altes Rekordhoch fast erreicht: Bitcoin über 19.000 US-Dollar

Und weiter geht die Kryptogeldrally: Der Bitcoinpreis steigt über 19.000 US-Dollar und kommt dem 2017 erreichten Allzeithoch von 20.000 US-Dollar immer näher.

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(Bild: 4K_HEAVEN/Shutterstock)

Von
  • Axel Kannenberg

Mit einem Kurs von inzwischen über 19.000 US-Dollar nähert sich der Bitcoin in großen Schritten seinem Allzeithoch von Ende 2017. Damals erreichte der Kurs des Kryptogelds Werte um die 20.000 US-Dollar, worauf dann ein jäher Abstieg folgte. Zur Stunde zählt die Plattform Coinmarketcap einen Durchschnittskurs von 19.188 US-Dollar.

Der Bitcoin hat in den vergangenen Wochen stark an Wert gewonnen. Noch im März hatte der Kurs einen Jahrestiefstand markiert, seither hat er mit Unterbrechungen zugelegt. Bereits seit Anfang Oktober geht es mit dem Bitcoin wieder steil nach oben, die Digitalwährung verzeichnete seitdem einen Wertzuwachs von etwa 75 Prozent. Erst vor einer Woche kletterte der Kurs erstmals wieder über 17.000 US-Dollar.

Das Tempo des Kursanstiegs erinnert an den Bitcoin-Kaufrausch zum Jahresende 2017, als der Bitcoin ebenfalls fast im Tagestakt um 1000 Dollar oder mehr zulegte – und im folgenden Frühjahr wieder deutlich nachgab. Als Treiber der aktuellen Rally werden vor allem zwei Faktoren gesehen: Paypals schrittweiser Einstieg ins Geschäft mit Zahlungen und Handel via Kryptowährungen sowie das zunehmende Interesse institutioneller Investoren.

So spricht etwa die Kryptogeldinvestment-Firma Pantera Capital von einer regelrechten Explosion der Nachfrage durch Paypal-Nutzer: Binnen der rund vier Wochen, seit denen der Bezahldienst seinen Kunden Kryptogeldhandel bietet, hätten diese ein Volumen von rund 70 Prozent der in dieser Zeit neu erzeugten Coins aufgekauft. Dazu käme noch Nachfrage aus anderen Endnutzer-Apps wie Cash, betrieben vom Bezahldienst Square, die Nutzern ähnlich wie Paypal Kryptotrading mit geringen Einstiegshürden ermöglichen. Ergebnis sei eine Knappheit frischer Coins, die den Preis treibe.

Auch von Seiten der Profi-Anleger scheint immer mehr Geld in den Kryptomarkt zu fließen. Die Investment-Firma Grayscale rühmt sich etwa, allein im dritten Quartal einen Mittelzufluss von einer Milliarde US-Dollar für ihre auf Großinvestoren ausgelegten Kryptogeld-Fonds erreicht zu haben. Zugleich würden Gelder aus Gold-ETFs abgezogen, berichtet der Fachdienst The Block unter Berufung auf eine Analyse der Großbank JP Morgan. Und bereits vor wenigen Monaten hatte etwa der große Vermögensverwalter Fidelity einen Bitcoin-Fonds aufgelegt.

Auch andere Kryptowährungen konnten in den vergangenen Tagen einen wahren Kursrausch feiern: So legte zum Beispiel Ripple allein in den vergangenen sieben Tagen laut Coinmarketcap um rund 120 Prozent an Wert zu. Mit einem Kurs von rund 0,66 US-Dollar ist das vor allem für Banken gedachte Digitalgeld aber noch vom früheren Hoch zwischen 3 bis 4 US-Dollar entfernt. Auch Ethereum, die große Nummer zwei in der gemessen an anderen Finanzmärkten nach wie vor kleinen Kryptowelt, erreichte erstmal seit Sommer 2018 wieder einen Kurs von über 600 US-Dollar. Hier lag das Allzeithoch im Januar 2018 bei deutlich über 1000 US-Dollar.

(axk)