Althusmann: Niedersachsen als Zentrum für autonomes Fahren

Die Forschung von automatisiertem Fahren nach Wunsch des niedersächsischen Verkehrsministers Bernd Althusmann (CDU) in seinem Bundesland zusammenlaufen.

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Autonomes Fahren auf Level 5 in allen denkbaren Umgebungen ist noch in weiter Ferne.

(Bild: VW)

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Er halte es für unerlässlich, dass Europa eigene Erfahrungen mit Autonomer Mobilität sammele, sagte der Althusmann der dpa in Hannover. „Wir wollen dabei vorangehen und von Braunschweig und Hannover aus die Koordination aller deutschen Testfelder übernehmen“. In Braunschweig forscht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter anderem im Bereich Verkehr.

Die Verkehrsressorts von Bund und Ländern hätten sich Anfang März mit der Initiative Niedersachsens mit der Koordination der Testfelder und einer harmonisierten Entwicklung der digitalen Infrastruktur beschäftigt, teilte das Verkehrsministerium mit. Der Beschluss sieht vor, dass Niedersachsen zusammen mit dem Bundverkehrsministerium zu einer Bund-Länder-Besprechung einlädt, um Inhalte und Ziele der Koordinierungsaktivitäten zu konkretisieren.

Bundesweit sind nach Ministeriumsangaben derzeit mindestens 17 Testfelder im Straßenverkehr aktiv. Bei der Eröffnung einer Teststrecke in Braunschweig im Januar 2020 hatte Althusmann angekündigt, dass nicht nur die Ergebnisse dort in der Federführung des DLR liegen sollten, sondern Daten aller Teststrecken bundesweit.

Nach dem vollständigen Aufbau in Niedersachsen soll sich das Testfeld über rund 280 Kilometer auf den Autobahnen A2, A39, A391 sowie mehrere Bundes- und Landstraßen zwischen Wolfsburg, Hannover, Hildesheim und Salzgitterer erstrecken. Mit 71 Masten entlang der A39 werden nach DLR-Angaben vernetzte Autos erprobt sowie Fahrverhalten und Verkehrsfluss erfasst und analysiert. DLR-Wissenschaftler wollen dort spezielle Situationen wie Stauenden, Einfädelsituationen und Überholmanöver genauer unter die Lupe nehmen.

Auf der viel befahrenden A2 mit den digitalen Anzeigentafeln sollen die Wirkungen von automatisierten Autos auf die Sicherheit, gefahrene Geschwindigkeiten, Staus und die Umwelt untersucht werden. Auf der A2 werde der Verkehr mit hochautomatisierten, autonomen und eben nicht automatisierten Fahrzeugen getestet, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Ende Februar 2020. Erste Zwischenergebnisse sollen Ende 2021 vorgelegt werden.

(mfz)