Amazon: Entlassungen sollen vor allem Alexa-Team betreffen

Amazon entlässt tausende Mitarbeiter. Davon sollen viele an Alexa gearbeitet haben, schreibt Business Insider. Die Assistentin soll in Ungnade gefallen sein.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 184 Beiträge

(Bild: MAHATHIR MOHD YASIN/Shutterstock.com)

Amazons Entlassungswelle soll auch das Team hinter der Sprachassistentin Alexa betreffen. Das Alexa-Team sei sogar das Hauptziel der Entlassungen, berichtet Business Insider nach Gesprächen mit mehreren Amazon-Angestellten. Das Wirtschaftsmagazin konnte außerdem interne Dokumente einsehen, die Amazons Enttäuschung über die einstige Hoffnungsträgerin Alexa aufzeigen.

Demnach ist die Sprachassistentin in den vergangenen 10 Jahren hinter den Erwartungen von Amazon zurückgeblieben. Interne Dokumente zeigen bei Amazons "Worldwide Digital"-Team laut Business Insider einen Betriebsverlust von über 3 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal. Zu der Einheit gehören neben dem Streamingdienst Prime Video auch das Hardware-Team hinter den Echo-Lautsprechern und Alexa.

Laut Business Insider ist der Großteil dieses Verlusts auf Alexa und andere Geräte zurückzuführen. Angesichts der schlechten Zahlen verliere Amazon nun die Geduld mit seiner Sprachassistentin. Intern habe sich das bereits bemerkbar gemacht: Schon seit 2019 wurde das Alexa-Team nicht mehr vergrößert, sagten Mitarbeitern dem Business Inisder. Darunter habe die Moral gelitten. Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos habe offensichtlich das Interesse an Alexa verloren. Er habe sich seit 2020 seltener zu Alexa geäußert. Schließlich habe das Team aufgehört, ihn über Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Ein Grund für die schwachen Zahlen soll im Verkaufspreis der Alexa-Geräte liegen, die laut Business Insider ohne Gewinn verkauft werden. Tatsächlich sind Echo-Lautsprecher relativ günstig und ständig rabattiert – Amazons Strategie besteht darin, mithilfe der Alexa-Geräte die Kundenbindung zu erhöhen und so langfristig die Einnahmen zu erhöhen.

Das Alexa-Team hat deshalb laut Business Insider externe Experten angeheuert, um das Verhalten von Alexa-Usern mit Amazon-Kunden zu vergleichen, die die Sprachassistentin nicht verwenden. Doch auch das Ergebnis dieser Untersuchung sei enttäuschend ausgefallen.

Amazon hat den Bericht des Business Insider in einer Stellungnahme weder bestätigt noch dementiert. "Wir sind bei Echo und Alexa so engagiert wie eh und je und werden weiterhin investieren", sagte Amazon-Manager David Limp dem Magazin.

Einem Bericht der New York Times zufolge plant Amazon, etwa 10.000 Personen zu entlassen. Neben Amazons Devices-Team soll auch die Einzelhandelsabteilung und die Personalabteilung davon betroffen sein.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

(dahe)