Amazon: Quantencomputing aus der Cloud

Entwickler, die Erfahrungen mit Quantencomputern sammeln wollen, können das mit Amazon Braket tun – auf unterschiedlicher Quantenhardware.

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(Bild: IBM)

Von
  • Oliver Diedrich

Quantencomputer versprechen, bestimmte Klassen von Problemen um ein Vielfaches schneller und effizienter zu berechnen als traditionelle Supercomputer. Der völlig anderen Hardware geschuldet erfordern sie allerdings eine andere Art der Programmierung Da Quantencomputer-Hardware derzeit noch eine experimentelle Technik im Forschungslabor ist, sind die meisten Entwickler auf Simulationen angewiesen, um Erfahrungen mit Quantenalgorithmen zu machen.

Amazon Braket, ein neuer Dienst in der AWS-Cloud, bietet eine Umgebung, um Quantenalgorithmen zu entwickeln und auf simulierten Quantencomputern zu testen. Zudem will man Zugriff auf verschiedene Arten von Quantencomputern bereitstellen, die alle mit dem gleichen Code bespielt werden können: Gate-basierte Supraleiter-Computer von Rigetti, Quantenglüh-Supraleiter-Computer von D-Wave System sowie die Ionenfallen-Computer von IonQ. Auch hybride Quantenalgorithmen, die Quantenoperationen mit Code für traditionelle Hardware kombinieren, sind möglich.

Entwickler arbeiten in vorbereiteten Jupyter-Notebooks, was einen schnellen Einstieg erlauben soll. Diverse Quantenalgorithmen sind bereits für eigene Experimente implementiert, sodass man nicht bei Null anfangen muss. Dazu kommen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Lernprogramme und eine Ressourcenbibliothek. Wer möchte, kann zudem Hilfe vom Amazon Quantum Solutions Lab erhalten. Derzeit ist eine kostenlose Voranmeldung möglich, zu der man einen AWS Account benötigt.

(odi)