Amazon übernimmt Facebooks Satellitenteam

Nachdem Facebook sein Satellitenprojekt eingestellt hat, übernimmt Amazon die Mitarbeiter. Der Konzern möchte Starlink Konkurrenz machen.

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Künstlerische Darstelluner einer Atlas V Rakete mit Feuerstrahl

Atlas V Rakete für Amazons Projekt Kuiper

(Bild: Amazon)

Von
  • Frank Schräer

Facebook hat sein Satellitenteam an Amazon.com verkauft. Die Pläne, selbst als Internet-Anbieter aufzutreten, hat Facebook begraben. Amazon integriert Facebooks Experten in sein Projekt Kuiper, das durch tausende kleine Satelliten Internetzugriff auch in ablegenden Regionen ermöglichen soll – in Konkurrenz zu SpaceX' Starlink.

Damit hat Amazon sein eigenes Satellitenteam auf etwa 500 Personen aus gebaut. Bei den bereits im April zu Amazon gewechselten Mitarbeitern handelt es sich laut The Information um Physiker und Ingenieure, die bisher an Luftfahrtsystemen und drahtlosen Netzwerken gearbeitet haben. Weitere 200 Mitarbeiter werden gesucht.

Facebook hegte noch 2018 die Absicht, eigene Internet-Satelliten ins All schicken. Nach außen hin wurde das als kleines Forschungs- und Entwicklungsexperiment bezeichnet. Jetzt sagt Facebook, dass es keine Pläne für eine Satelliten-Konstellation hätte, ein Internet-Provider oder Mobilfunk-Carrier zu werden.

Amazons liegt deutlich hinter SpaceX' Starlink. Noch sind keine Kuiper-Satelliten im Orbit. Kürzlich hat Amazon bekanntgegeben, dass die United Launch Alliance die Kuiper-Satelliten mit Atlas V Raketen transportieren soll. SpaceX hat für Starlink bereits über 1500 Satelliten in den Orbit gebracht und zählt über 69.000 Beta-Tester. Bis August will Starlink nahezu die gesamte Welt abdecken. Amazons Satelliten sollen frühestens 2023 starten.

(fds)