Analyst: iPhone 14 Pro bei neuen iPhones deutlich vorne

Während die Bestellungen beim iPhone 14 Plus offenbar enttäuschen, laufen die Pros gut. Nutzer scheinen auch das iPhone mini zu vermissen.

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iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max

Bei den Pros läuft's.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apples iPhone 14 Pro und 14 Pro Max sollen die am besten laufenden neuen iPhones in diesem Jahr sein. Davon geht der üblicherweise treffsichere Analyst Ming-Chi Kuo vom Investmenthaus TF International Securities aus Taiwan aus.

Laut seiner jüngsten Markterhebung soll das 6,1 Zoll große iPhone 14 Pro und das 6,7 Zoll große iPhone 14 Pro Max mit 60 bis 65 Prozent der Auslieferungen im Jahr 2022 am beliebtesten bei den Käufern sein. In Deutschland zahlt man für das iPhone 14 Pro bei Apple mindestens 1300 Euro, falls man die Summe nicht über seinen Mobilfunkvertrag abbezahlt.

Das iPhone 14 Pro Max soll allein bereits 30 bis 35 Prozent Anteil erreichen, schätzt Kuo – und damit das populärste Modell überhaupt sein. Das 6,7-Zoll-Gerät ist ab 1450 Euro zu haben. Apple werde die Herstellung des iPhone 14 deshalb reduzieren und die Produktion des Pro steigern, so der Analyst weiter. Kuo hatte schon zuvor darauf hingewiesen, dass die Verkäufe beim iPhone 14 und dem erst ab Oktober erhältlichen iPhone 14 Plus eher durchwachsen gewesen seien. Das könne man bereits an der Verfügbarkeit der Geräte ablesen. Besonders die Vorbestellungen beim iPhone 14 Plus – das das iPhone 13 mini ablöst – seien schlechter als von Apple erwartet.

Die Tatsache, dass die Mehrzahl der Verkäufe ins Pro-Segment wechseln, ist für Apple allerdings gleichzeitig auch sehr attraktiv: Die Preise sind höher als bei den Standard-iPhones und dürften den Durchschnittspreis pro verkauftem iPhone erneut steigern. Schon seit Langem gilt Apple als der profitabelste Hersteller von Mobiltelefonen, der den Großteil der Gewinne im Gesamtmarkt einstreicht. Dennoch fragt sich die Branche, ob Apples aktuelle Gerätesegmentierung sinnvoll ist. Zwar unterscheiden sich Pro- und Standardmodelle in diesem Jahr deutlich mehr als zuvor. Die regulären 14er sollen aber kein Ladenhüter für den Konzern sein.

Insgesamt glaubt Kuo, dass Apple Verbesserungen im aktuellen Quartal sieht. Bei den nächsten Quartalszahlen sei deshalb eine positive Vorhersage zu erwarten. Zuvor hatten sich einige Analysten enttäuscht über das Abschneiden des iPhone 14 gezeigt; womöglich liegen sie beim Gesamtbild aber falsch.

Unterdessen gibt es immer häufiger Fragen über die Sinnhaftigkeit des iPhone 14 Plus. Das am 7. Oktober erscheinende bislang größte Standard-iPhone löst wie erwähnt das iPhone 13 mini ab, das angeblich sehr unbeliebt war. Das 14 Plus kommt mit der Technik aus dem 14 (SoC aus dem iPhone 13 Pro, einige Kameraverbesserungen), hat aber statt 6,1 Zoll nun einen 6,7 Zoll großen Bildschirm. Man zahlt dafür mindestens 1150 Euro – kein wirklich günstiger Preis. Beim mit deutlich mehr Neuerungen ausgestatteten iPhone 14 Pro Max ist man mit 300 Euro mehr dabei. Viele Nutzer fragen sich, ob eine Wiederauflage des iPhone mini nicht die bessere Wahl gewesen wäre – es war vom Preis deutlich günstiger und hatte auch einen praktischen Formfaktor.

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(bsc)