Neu in Android 11: Mehr Kontrolle, Sicherheit und Übersicht

Android 11 verbessert die Benachrichtigungen und macht Smart-Home-Funktionen besser zugänglich. Zudem bekommen App-Berechtigungen ein Verfallsdatum.

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(Bild: Google)

Von
  • Stefan Porteck
  • Daniel Herbig
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Die Entwicklung von Android 11 war eine besondere Herausforderung: Wegen der Coronakrise musste die Konferenz Google I/O ausfallen, die Entwickler wurden außerdem ins Home Office geschickt. Dennoch steht die neue Android-Version jetzt auf Pixel-Handys bereit, auf denen c't sie bereits ausprobieren konnte.

Eine der wichtigsten Neuerungen ist das neu gestaltete Power-Menü, das sich durch einen längeren Druck auf den Ausschaltknopf öffnet. Von hier ließ sich das Gerät bislang ausschalten, neu starten oder ein Screenshot erstellen. In Android 11 befinden sich dort nun auch Schaltflächen für Smart-Home-Komponenten, die mit dem Google Assistant verknüpft sind. So steuert man beispielsweise smarte Lampen oder Rollos mit nur einem Tastendruck, ohne die Google-Home-App öffnen zu müssen.

Damit das Power-Menü nicht zu unübersichtlich wird, lassen sich die Kacheln umsortieren und ausblenden. Unter Android 11 werden nun außerdem Benachrichtigungen sortiert: Mitteilungen über neue Chat-Nachrichten landen an oberster Stelle im ausgeklappten Benachrichtigungszentrum und werden optisch von anderen Mitteilungen abgesetzt.

Zudem sind Chats leichter zu erreichen: Unter Android 11 steht ein API bereit, das Chat Bubbles für alle Apps freischaltet – sofern deren Entwickler davon Gebrauch machen. Der Task Manager bekommt in Android 11 außerdem eine Textauswahl. Texte lassen sich nun auch in der Miniaturansicht der Apps im Task Manager auswählen und kopieren.

Beim ersten Start fragen Android-Apps nach Berechtigung, um auf verschiedene Komponenten des Handys zugreifen zu dürfen – beispielsweise auf Kamera oder Mikrofon. Unter Android 11 haben solche Berechtigungen nun ein Verfallsdatum. Wird eine App über eine längere Zeit nicht gestartet, verliert sie automatisch ihre Berechtigungen und muss sie bei der nächsten Nutzung erneut beim Anwender erfragen.

Das soll unter anderem verhindern, dass die App im Hintergrund sensible Daten erhebt. Für den Zugriff auf die besonders sensiblen Standortdaten hat Google schon mit Android 10 die Daumenschrauben angezogen: Statt einer App diese Berechtigung dauerhaft zu gewähren, lässt sich festlegen, dass die App nur bei aktiver Nutzung darauf zugreifen darf. Diese sinnvolle Teilberechtigung bietet Android 11 nun auch für den Zugriff auf die Kamera und das Mikrofon an.