Angriffe auf Diplomaten per Strahlung: US-Senat sieht eine Zunahme und ermittelt

Beide Parteien im US-Senat sind sich einig, dass die mysteriösen Strahlenangriffe auf Beamte zunehmen. Jetzt soll es schon Fälle in der US-Hauptstadt geben.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 147 Beiträge
Usa,Flag,Vs,Europe,Flag.,Eu,Flag,And,American,Flag

(Bild: Varavin88/Shutterstock.com)

Von
  • Martin Holland

Noch immer ist unklar, was hinter den angeblichen Angriffen auf nordamerikanische Botschaftsangehörige steckt, aber führende Vertreter beider Parteien im US-Senat meinen, dass die Attacken häufiger werden. Das erklärten die Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses und versicherten, dass sie der Angelegenheit auf den Grund gehen würden.

Kurz zuvor hatte CNN berichtet, dass die US-Regierung zwei weitere Fälle untersucht, die sich direkt in Washington D.C. nahe des Weißen Hauses zugetragen haben sollen. Erst vor wenigen Monaten hatte die US-amerikanische National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine mitgeteilt, dass die mysteriösen Verletzungen in früheren Fällen wohl doch auf Angriffe zurückzuführen seien.

Ihren Ursprung haben die Vorkommnisse in Erlebnissen US-amerikanischer und kanadischer Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kuba, die 2016 und 2017 über Lärm unbekannter Quelle geklagt hatten. Der sei so ohrenbetäubend gewesen, dass sie nicht mehr hätten arbeiten können. Langfristige Folgen wie Übelkeit, enorme Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafschwierigkeiten und Gehörverlust waren dazu gekommen. Später hatten Diplomaten in Guangzhou in China ähnliche Erfahrungen gemeldet. Immer wieder war über Angriffe mit unbekannten Waffen spekuliert worden, aber auch lokale Grillen waren unter Verdacht geraten. Bislang unbekannte Waffen stehen seit der Studie der Akademie vom Herbst inzwischen wieder im Fokus der Aufmerksamkeit.

Vergangene Woche nun hatte CNN berichtet, dass gegenwärtig zwei Fälle untersucht werden, die sich in der US-Hauptstadt zugetragen haben sollen und an die Fälle in den Botschaften erinnert. Noch gebe es aber kein Ergebnis der Untersuchungen. Trotzdem meinen der Chef des US-Geheimdienstausschusses, Mark Warner (Demokraten) und sein Vize Marco Rubio (Republikaner) bereits, eine Zunahme dieser Attacken diagnostizieren zu können. Man werde herausfinden, wer dahinter stecke und die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen. Schon im Februar hatte das US-Außenministerium erklärt, dass der Empfehlung der Wissenschaftsakademie Folge geleistet würde und weitere Informationen zu den Fällen in den Botschaften zusammengetragen würden.

(mho)