Anhaltende Probleme: Apobank richtet eine Seite für Störungen ein

Seit einer IT-Umstellung gibt es massive Probleme bei der Apobank. Auf der Webseite werden aktuelle Störungen nun auch angezeigt.

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(Bild: KellySHUTSTOC / Shutterstock.com)

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Die Apobank kämpft seit einer IT-Umstellung vor fünf Wochen mit massiven Störungen in allen Banking-Bereichen. Zwar hieß es auf einer inzwischen eigens eingerichteten Seite am Dienstag noch: "Zurzeit liegen keine allgemeinen Störungen vor." Inzwischen ist dort jedoch von "erheblichen Einschränkungen" bei verschiedenen Diensten die Rede. Außerdem wird auf eine eingeschränkte Verfügbarkeit im Rahmen des Buchungsschlusses hingewiesen. Folgt man diesem Link, bekommt man erklärt, dass Fehlermeldungen wie "Der Dienst ist nicht verfügbar" auf die entsprechenden Probleme hinweisen. Noch wieder darunter können Nutzer abstimmen, ob ihnen dieser Hinweis geholfen hat. Es sind wenige Menschen, die "Ja" geklickt haben.

Auf der Startseite der Apobank ist zudem prominent ein Reiter zu finden, der zu einem Erstattungsformular führt. Buchungskosten und Entgelte im Zusammenhang mit der Kontoführung werden für den gesamten Monat Juni 2020 erlassen. Das Erfassungstool dient auch dazu, Aufwände, die wegen der Fehler des neuen Systems entstanden sind, geltend zu machen. Dazu gehören etwa entstandene Soll- und Überziehungszinsen. "Liebe Kundin, lieber Kunde, die letzten Wochen waren für Sie sehr turbulent – seit unserer IT-Umstellung läuft vieles nicht rund. Dessen sind wir uns bewusst", schreibt die Deutsche Apotheker- und Ärztebank.

Die Störungen halten seit etwa fünf Wochen an. Dabei bestehen allerdings nicht dauerhaft dieselben Probleme – stattdessen funktionieren verschiedene Bereiche immer mal nicht richtig. Betroffen waren etwa Geldautomaten und die Bearbeitung von Daueraufträgen. Die Einführung einer neuen App kam zudem mit einer lückenhaften Anleitung. Laut einer heise-online-Leserin sollen sogar Konten fälschlicherweise für andere Kunden sichtbar gewesen sein. Zu allem Überfluss berichtet sie, ebenso wie weitere Betroffene, die sich bei uns oder in Foren beschweren, dass keine Mitarbeiter der Bank erreichbar sind. Auch zwei Anfragen zu den Problemen per Mail von heise online sind bislang nicht beantwortet worden.

Eigentlich sollte die IT-Umstellung der Apobank für DXC Technology, die mit Avaloq und Orbium zuständig sind, ein Leuchtturmprojekt sein. Dass es zu Schwierigkeiten kommen könnte, da Avaloq und Apobank zu unterschiedliche Erwartungen hatten, befürchtete schon bei der Ankündigung der Partnerschaft eine Schweizer Finanzdienstwebseite.

(emw)