Anonymisierendes Betriebssystem: Tails 4.25 erleichtert Daten-Backup

Tails ist in einer neuen Version erschienen. Unter anderem wurde der Tor Browser zum anonymen Surfen auf den aktuellen Stand gebracht.

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Von
  • Dennis Schirrmacher

Wer sich ohne Spuren zu hinterlassen im Internet bewegen will, kommt um die Linux-Distribution Tails nicht herum. Die Entwickler haben das voll und ganz auf die Wahrung der Anonymität und Privatsphäre ausgerichtete Betriebssystem nun im Detail verbessert.

Tails ist ein Live-System, dass direkt von einem USB-Stick startet. Alternativ gelingt das auch von einer DVD. Außerdem kann man das ISO Image auch als virtuelle Maschine booten. Mit etwa einem E-Mail-Client, dem Tor Browser und LibreOffice kann man direkt loslegen. Das Surfen gelingt über das verschlüsselnde Tor-Netzwerk. Startet man das System neu, vergisst es aus Sicherheitsgründen alle vorgenommen Einstellungen. Man kann jedoch Daten dauerhaft auf einer speziellen Partition (Persistent Storage) ablegen.

Wie die Entwickler in einem Beitrag schreiben, kann man mit Tails 4.25 von dieser Partition nun noch einfacher ein Backup anfertigen. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn man einen zweiten Tails-Stick als Backup nutzen möchte und darin auch die eigenen Daten enthalten sein sollen. Der Backup-Prozess war vorher nur über die Kommandozeile möglich, funktioniert nun aber auch über einen grafischen Assistenten.

Des Weiteren kann man das System nun dank eines neuen Eintrags im GRUB Bootloader noch einfacher von einer externen Festplatte starten. Außerdem haben die Entwickler den Tor Browser 11.0.2 implementiert.

Automatische Upgrades sind ausschließlich ab Tails 4.19 möglich. Die nächste Tails-Version ist für Januar geplant. Der Roadmap zufolge steht 2022 für Tails 5.0 der Umstieg auf das Betriebssystem Debian 11 (Bullseye) und das Display-Server-Protokoll Wayland an.

Siehe auch:

  • Tails: Download schnell und sicher von heise.de

(des)