Anypoint: Eine Plattform, um alle APIs zu verwalten

MuleSoft kündigt das Universal API Management (UAPIM) auf der eigenen Anypoint-Plattform als Zusammenstellung von neuen und schon existierenden Produkten an.

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(Bild: TierneyMJ / Shutterstock.com)

Von
  • Frank-Michael Schlede

In einem ausführlichen Blog-Post kündigt Varun Krovvidi, verantwortlich für das Produktmarketing bei MuleSoft, das sogenannte Universal API Management für die hauseigene Plattform Anypoint an. Das zu Salesforce gehörende kalifornische Softwareunternehmen will seinen Nutzerinnen und Nutzern damit ermöglichen, die vielen unterschiedlichen APIs, die in den meisten Firmen zum Einsatz kommen, über eine einheitliche Steuerungsebene zu verwalten. Das soll unabhängig davon funktionieren, auf welcher Technologie eine API aufsetzt und auf welcher Plattform sie zum Einsatz kommt.

MuleSoft will einen Effekt festgestellt haben, der im Blog als API Sprawl (API-Ausbreitung) bezeichnet wird. Danach kämpfen viele Unternehmen in den letzten zwanzig Jahre vermehrt damit, dass die Einführung von APIs in allen Bereichen ständig ansteigt. Dabei haben die Entwickler von MuleSoft Gründe ausgemacht, durch die dieser Effekt die Unternehmen negativ beeinflussen kann:

  • Für die Unternehmen wird es immer schwerer, all die unterschiedlichen APIs, die bei ihnen zum Einsatz kommen, zu identifizieren, auf sie zuzugreifen und sie dann entsprechend zu nutzen.
  • Unterschiedliche und nicht miteinander verbundene Management-Konsolen, die in der Regel über unterschiedliche Plattformen hinweg zum Einsatz kommen, machen es mühsam und schwierig, den Überblick zu behalten. So kann häufig auch nur schwer sichergestellt werden, dass beim Einsatz der APIs alles korrekt verläuft.
  • Hinzu kommt, dass die APIs, die auf verschiedenen Plattformen und in hybriden beziehungsweise Multi-Cloud-Umgebungen arbeiten, häufig sehr unterschiedlichen Qualitätsstandards folgen. Dadurch können weder Regelkonformität noch Benutzerfreundlichkeit gewährleistet werden.
  • Jede API stellt auch einen Punkt im Bereich der Sicherheit dar, der potenziell angreifbar ist, wenn diese Schnittstellen nicht entsprechend sauber programmiert wurden.

Integration großgeschrieben: Die Anypoint-Plattform ermöglicht nun, unterschiedlichste APIs einheitlich zu verwalten.

(Bild: MuleSoft)

Laut Aussagen des Salesforce-Tochterunternehmens, soll das Universal AI Management aus einer Sammlung von bereits existierenden und neu hinzugekommenen Produkten auf der API-Integrations-Plattform Anypoint bestehen. Dazu gehört unter anderem das neue Flex Gateway, das dazu entwickelt wurde, APIs zu kontrollieren und zu sichern, unabhängig davon, wo sie eingesetzt werden.

Darüber hinaus verspricht der Anbieter, dass sich Produkte und Lösungen wie Flex Gateway und die API Catalog CLI über den gesamten Lebenszyklus hinweg nahtlos in DevOps- und Continuous-Integration- und Continuous-Delivery-Workflows (CI/CD) integrieren lassen. Es soll dabei auch möglich sein, Flex Gateway sowohl über die Weboberfläche als auch über deklarative Konfigurationsdateien zu verwalten. Mit der Anypoint CLI können Entwickler innen und Entwickler API-Spezifikationen automatisch entdecken, katalogisieren und wiederverwerten.

Dank der Möglichkeit, APIs in neuen Spezifikationen wie AsyncAPI und GraphQL zu entwerfen, können Entwickler jetzt fortschrittliche API-gestützte Integrationen in Angriff nehmen, um, wie MuleSoft verspricht, "nahtlose Kundenerlebnisse zu schaffen". Das Universal API Management auf der Anypoint-Plattform – zu der auch ein auf Istio basierendes Service-Mesh gehört – setzt sich insgesamt aus den Komponenten Flex Gateway, API Governance, API Community Manager, Anypoint DataGraph, API Designer und API Manager zusammen. Diese sollen laut Aussagen im Blog-Beitrag demnächst durch die beiden Komponenten API Experience Hub und API Cataloging (ergänzt durch eine erneuerte Version der Anypoint Platform CLI) erweitert werden.

(fms)