App "FairEmail" aus dem Google Play Store entfernt

Die App "FairEmail" ist nicht mehr im Google Play Store verfügbar, der Entwickler erklärte das Projekt für beendet. Die App bleibt aber weiterhin nutzbar.

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(Bild: Pavel Ignatov/Shutterstock.com)

Von
  • Greta Friedrich

Der quelloffene Mail-Client FairEmail wurde aus dem Google Play Store entfernt. Entwickler Marcel Bokhorst will die App nicht mehr weiterentwickeln, sie bleibt aber nutzbar. Im Entwickler-Forum XDA und auf der Webseite der App nennt Bokhorst verschiedene Gründe für seine Entscheidung: private Probleme, das Ungleichgewicht zwischen niedrigen Einnahmen und einem hohen Aufwand für Entwicklung und Support sowie unfaire Google-Bewertungen. Der Hauptgrund ist aber scheinbar die frustrierende Kommunikation mit Google über App-Anforderungen.

Mittlerweile hat Bokhorst auf der Webseite von FairEmail einen Hinweis platziert: All seine Projekte seien beendet, nachdem Google FairEmail als Spyware eingestuft und ihm keine Möglichkeit des Widerspruchs gelassen habe. Die App werde nicht weiterentwickelt und es werde keinen Support mehr geben. In den FAQ zu dem Thema erklärt Bokhorst, dass die App weiter nutzbar sei; größere Fehler würden vielleicht weiterhin behoben. Auch werde der Quellcode der App weiterhin bei GitHub zu finden sein. In der Playstore-Alternative F-Droid, die quelloffene Apps anbietet, ist FairEmail ebenfalls noch zu finden.

Immer wieder hatte Bokhorst in seinem FairEmail-Thread im XDA-Forum von unfairen Nutzerbewertungen und der frustrierenden Kommunikation mit Google berichtet. In dieser Woche war seine Mail-App aufgrund eines Updates als Spyware eingestuft worden, weil sie die Kontakte der Nutzer hochladen würde. Bokhorst bekam jedoch von Google keine klare Antwort auf seine Frage, wo genau das Problem des Updates liege und wie er es beheben könne.

Das scheint für Bokhorst letztendlich den Ausschlag dafür gegeben zu haben, die App aus dem Store zu nehmen (das bemängelte Update hatte er zuvor entfernt) und seine Projekte zu beenden. Das zugehörige GitHub-Repository steht nun auf "read only". Ähnlich hilflos wie Bokhorst fühlte sich auch der Entwickler des Dateimanagers Total Commander, dem Google kürzlich mit dem Rauswurf aus dem Play Store drohte.

(gref)