Apple-Aktie: Dickes Minus seit April

Die aktuellen Börsenbedingungen tun auch dem iPhone-Konzern nicht gut: In nur wenigen Wochen ging es um 20 Prozent herunter – trotz gut laufender Geschäfte.

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Dürfen Apple-Aktionäre bald wieder Morgenluft schnuppern?

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple-Aktionäre haben es derzeit nicht leicht: Die Anteilsscheine des iPhone-Konzerns befinden sich seit dem letzten Hoch Anfang April im Sinkflug. Bis zum gestrigen Handelstag ging es um insgesamt 23 Prozent herunter; am Donnerstag allein lag das Minus bei fast 2,5 Prozent. Apple ist allerdings nicht als einziger Tech-Riese von der aktuellen Delle betroffen, die durch Ukraine-Krieg, Rohstoffkrise und Inflation samt möglicher Zinserhöhungen ausgelöst wurde.

Bei dem Unternehmen aus Cupertino kommt allerdings hinzu, dass es sehr stark von Hardware abhängig ist, die maßgeblich in China produziert wird – und dort verfolgt die Kommunistische Partei noch immer eine rabiate Zero-COVID-Politik mit massiven Lockdowns aufgrund der Omikron-Variante. Apple hatte entsprechend bereits bei Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen vor Umsatzeinbrüchen im zehnstelligen Bereich gewarnt – um vier bis acht Milliarden US-Dollar, um genau zu sein.

Versuche, etwa die MacBook-Pro-Produktion aus dem besonders hart betroffenen Shanghai zu verlagern, laufen zwar, doch sie könnten Wochen oder Monate dauern. All das spürt die Kundschaft: Will sie bestimmte aktuelle Macs oder Zubehörprodukte wie Bildschirme erwerben, gibt es diese schlicht aktuell nicht oder man wartet bis Juli oder gar August, wenn man jetzt bestellt.

Die negative Einstellung der Börse gegenüber Apple trifft auf ein eigentlich hervorragendes Geschäft. So kam der Konzern gut durch die Coronakrise, erklomm sogar neue Gewinn- und Umsatzrekorde. Doch die Wall Street schaut bekanntermaßen in die Zukunft – und hier gibt es aktuell viele Unbekannte. Die Lage dürfte sich in den kommenden Monaten verbessern, wenn die Lieferkette wieder läuft und Apple im September die nächsten iPhones zeigt. Zudem könnte das lange erwartete Mixed-Reality-Headset des Konzerns schon bald gezeigt werden.

Apples Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 2,22 Billionen Dollar. Der Ölkonzern Saudi Aramco hatte den iPhone-Hersteller als wertvollstes Unternehmen überholt. Im Gesamtmarkt ist die Situation ebenfalls schwierig. So ging es mit dem Dow-Jones-Index, in dem Apple eine wichtige Position einnimmt, seit April um über 8 Prozent nach unten, Alphabet und Microsoft hatten auch Rückschläge um 20 Prozent zu verkraften.

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(bsc)