Apple Card: Zahlungsausfall kann zu Sperrung der Apple-ID führen

Weil ein Mac-Kauf nicht vollständig per Apple-Kreditkarte beglichen werden konnte, setzte Apple einem Bericht zufolge die Account-Sperre als Druckmittel ein.

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Apple-ID

Die Apple-ID ist der zentrale Account für alle Apple-Dienste.

Von
  • Leo Becker

Eine Apple-ID-Sperre wegen einer abgelehnten Kreditkartenzahlung sorgt für Verunsicherung: Da der Kauf eines neuen MacBook Pro nicht vollständig mit der Apple Card beglichen werden konnte, habe Apple die mit dem Gerät verknüpften Accounts deaktiviert, berichtet der Entwickler Dustin Curtis. Da an die Apple-ID zahlreiche Dienste und Gerätefunktionen geknüpft sind, habe er beispielsweise keine Software aus dem App Store mehr aktualisieren können und der Zugriff auf Apple Music sei ebenfalls gescheitert.

In einem von Curtis veröffentlichten Schreiben heißt es, da die Zahlung für das Produkt nicht komplett erfolgt sei, werde man den Zugriff des Gerätes auf App Store und iTunes Store blockieren und "alle mit dem Gerät verknüpften Accounts deaktivieren". Um die Blockade zu lösen, müsse der Kunde sich an den Support des Apple-Card-Ausgebers Goldman Sachs wenden.

Der Zahlungsausfall sei entstanden, weil sich die Nummer des für die Apple-Kreditkarte hinterlegten Kontos geändert habe, schreibt Curtis. Der zweite Teil des Mac-Kaufpreises habe sich nach einem gescheiterten Eintausch eines alten Gerätes nicht mehr von der Karte abbuchen lassen – und offenbar das weitere Prozedere mitsamt der Account-Sperrung ausgelöst. Wichtige iCloud-Dienste wie iMessage und iCloud-Fotos hätten weiter funktioniert, erklärt Curtis. Er sei wegen der Account-Sperre aber besorgt gewesen, auch seinen Zugriff auf die in iCloud gespeicherten Daten zu verlieren.

Erst eine Support-Odyssee über Apple, Goldman Sachs und dann wieder Apple habe zu einem Ende der Accountsperre geführt – nach mehreren Werktagen.

Die Apple Card gibt es bislang nur in den USA. Davon unabhängige plötzliche Apple-Account-Sperren sorgen aber immer wieder für Aufsehen, besonders Entwickler fürchten den Zugangsverlust, weil sie die über den App Store vertriebenen Apps nicht mehr aktualisieren können und keine Einnahmen mehr erhalten. Auch für normale Nutzer kann eine deaktivierte Apple-ID problematisch sein, weil daran inzwischen viele Funktionen geknüpft sind – vom Cloud-Sync bis hin zu Apple Pay.

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(lbe)