Apple Card bekommt eigenes Webportal

Bislang kann man die Kreditkarte des iPhone-Konzerns auch nur auf dem Smartphone verwalten. Das ändert sich nun.

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(Bild: Screenshot Apple.com)

Von
  • Ben Schwan

Apple dichtet seine hauseigene Kreditkarte, die Apple Card, etwas weniger nach außen ab. Wie Nutzer des Plastikgelds zum Wochenende festgestellt haben, steht nun auch ein eigenes Webportal zum Einsehen von Umsätzen, dem Bezahlen von Rechnungen sowie den Veränderungen verschiedener technischer und finanzieller Einstellungen bereit. Zuvor hatte man die Apple Card allein über die Wallet-App auf dem iPhone steuern können – allerdings kann man sich die Umsätze seit einigen Monaten auch für externe Auswertungsprogramme wie Quicken herunterladen.

Die Apple Card ist aktuell nur in den Vereinigten Staaten von Amerika erhältlich. Nutzer müssen entweder amerikansiche Staatsbürger sein oder über eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung (Green Card) verfügen, um die Kreditkarte zu beantragen. Das Zahlungsmittel wird von der Privatkundenabteilung der Bank Goldman Sachs für Apple aufgelegt; das Geldhaus ist auch direkter Ansprechpartner für Finanzfragen und letztlich der Kreditgeber.

Vor der Einführung des neuen Webportals hatte die Apple Card keinerlei Präsenz im freien Netz. Nutzer hatten dies regelmäßig kritisiert, weil ein Zugang per Browser zu Abrechnungen und Einstellungen seit Jahren bei nahezu allen Kreditkarten Standard ist. Apple hatte offenbar dafür sorgen wollen, dass die Nutzererfahrung, wie man sie aus der Wallet-App kennt, möglichst 1:1 ins Web übertragen wird – und dies dauerte ein Weilchen. Trotz der Tatsache, dass das neue Apple-Card-Webportal ganz neu ist, sind die meisten Funktionen bereits implementiert.

Apple bietet Kunden der Kreditkarte, die vor allem virtuell und kontaktos auf iPhone und Apple Watch eingesetzt werden soll, verschiedene Lockmittel. So gibt es 2 Prozent Cashback auf Transaktionen mittels Apple Pay, dem Bezahldienst des Konzerns, der auch in Deutschland verfügbar ist. Manche Anbieter wie Apple oder der Fahrdienst Uber bieten auch 3 Prozent Cashback. Kauft man mit der physischen Karte, die Apple ebenfalls herausgibt, ein, werden nur 1 Prozent Cashback gezahlt. Die Summen stehen jeweils in einem eigenen "Daily Cash"-Konto zur Verfügung und können direkt für neue Käufe ausgegeben oder auf ein Konto überwiesen werden.

Die Apple Card hat sonst keine Gebühren und recht kundenfreundliche Bedingungen, allerdings entsprechen die Zinsen amerikanischen Standards, sind also recht kräftig. Goldman Sachs hatte bereits mitgeteilt, dass man die Apple Card internationalisieren will – auch Deutschland gilt als möglicher Markt. Getan hat sich hier allerdings nach außen hin noch nichts. (bsc)