Apple App Store: Devs dürfen auf alternative Bezahlmethoden hinweisen – per Mail

Apple hat seine App-Store-Bedingungen in einigen Punkten entschärft. Wirklich viel bringen wird das den Entwicklern nicht.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 23 Beiträge
App-Store-Icon

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat eine neue Version seiner App-Store-Bedingungen beschlossen und in Kraft gesetzt. Wie der Konzern in einem Blog-Eintrag auf seiner Developer-Website ankündigte, wurden die Regeln an drei Stellen angepasst. Grund ist eine 100 Millionen US-Dollar schwere außergerichtliche Einigung, die der Konzern im Sommer mit einer Gruppe von klagenden Entwicklern geschlossen hatte. Neben einer Entschädigung gab es dadurch Entschärfungen bei einigen der Regeln, die bislang dafür sorgen, dass Apple auch stets eine Provision bekommt.

Die Neuerung in Vertragsteil 3.1.3 betrifft die Kommunikation von App-Anbietern mit ihrer Kundschaft. Diese durften bislang keine in der App gewonnenen Informationen nutzen, um Nutzer außerhalb der App auf (für sie günstigere) Kaufmethoden als Alternative zu In-App-Zahlungen hinzuweisen – dazu durfte man etwa keine E-Mail schreiben. Dieser Absatz wurde nun komplett gestrichen. In Bereich 5.1.1 (x) der App-Store-Regeln heißt es nun, man dürfe Nutzer um Kontaktinformationen wie Namen und E-Mail bitten, solange dies nicht Voraussetzung für die Nutzung von Diensten oder Funktionen sei. Hier gibt es Einschränkungen etwa bei Kinder-Apps.

Mehr von Mac & i Mehr von Mac & i

Weiterhin ergänzt Apple einen neuen Vertragsteil 2.3.13. In diesem geht es um sogenannte In-App-Events, die der Konzern künftig groß vermarkten will. Dabei lassen sich etwa neue Inhalte in Apps platzieren oder Live-Veranstaltungen durchführen. Der Konzern verlangt, dass hier korrekte Angaben für die verschiedenen App Stores in App Store Connect hinterlegt werden müssen. Details zu In-App-Events hat der Konzern hier zusammengetragen.

Apple hatte im Rahmen der außergerichtlichen Einigung App-Anbietern erstmals nicht mehr verboten, Nutzer auf günstigere externe Preise hinzuweisen. Ein Verweis beispielsweise auf billigere Abos im Web bleibt in den Apps selbst (oder per Push-Nachricht) allerdings untersagt, um Apples In-App-Bezahlschnittstelle nicht zu untergraben. Das sehen viele Devs deshalb als kein echtes Zugeständnis an. All das sei nur "ein Schauspiel", kritisierten einige. (bsc)