Apple-Management: Umbau nötig wegen Abgängen

Einer aktuellen Liste zufolge hat Apple in den vergangenen Monaten acht wichtige Manager verloren. Beim Design sieht es besonders problematisch aus.

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Tim Cook bei einer Produktvorstellung im September 2022

Apple-Chef Cook: Allein sechs Vizepräsidenten weg.

(Bild: Apple / Screenshot YouTube)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat mit starken Veränderungen im höheren Management zu kämpfen. Laut einer Liste, die der gut informierte Bloomberg-Journalist Mark Gurman zusammengefasst hat, gab es in den vergangenen Monaten unter den Vizepräsidenten des Konzerns insgesamt sechs Abgänge zu verzeichnen. Zudem haben Chief Information Officer Mary Demby und Chief Privacy Officer Jane Horvath das Unternehmen verlassen. Damit muss(te) Apple-CEO Tim Cook viele wichtige Stellen nachbesetzen.

In der Hierarchieebene von Apple kommen Vizepräsidenten (Vice Presidents, VP) direkt unter den mächtigen Senior Vice Presidents (SVP), die wiederum an Konzernchef Tim Cook oder andere Mitglieder der Chefetage (mit einem "Chief" im Titel) berichten. Es handelt sich also um die mittlere, obere Führungsebene, die mit Verlusten zu kämpfen hat.

Die Verteilung betrifft viele Bereiche. So gingen unter anderem zwei VPs für das Software-Engineering (David Smoley und John Stauffer), einer für den E-Commerce-Bereich (Anna Matthiasson) und ein Hardware-Engineering-VP (Laura Legros). Einige davon gingen in Rente, andere wechselten die Firma. Tony Blevins, VP für Procurement, der zu den führenden Köpfen von Apples – in normalen Zeiten – gut funktionierender Lieferkette gehört, musste nach einer TikTok-Affäre gehen.

Der wohl schmerzhafteste Verlust für Apple-CEO Tim Cook dürfte aber im Designbereich zu verzeichnen sein. Hier hatte die langjährige Industriedesign-Chefin Evans Hankey, die in Sachen Hardware-Design quasi die Nachfolgerin von Jony Ive war und sehr viele Jahre bei Apple verbracht hatte, das Handtuch geworfen. Die Nachbesetzung scheint in Vorbereitung zu sein, ist für den Konzern aber extrem sensibel, der den Abgang von Ive bislang recht gut (und vor allem übergangslos) gemeistert hatte. Zuletzt hatte es allerdings Kritik an merkwürdigen Designentscheidungen gegeben.

Journalist Gurman glaubt, dass es in den kommenden Wochen noch weitere Rücktritte bei Apple geben könnte. Die Anzahl der VPs ist im Gesamtunternehmen mit knapp 100 eher klein, der Konzern setzt grundsätzlich auf vergleichsweise kleine Teams und Verwaltungsstrukturen. "Die Tatsache, dass so viele Mitarbeiter in so kurzer Zeit das Unternehmen verlassen haben, ist sicherlich bemerkenswert – ebenso wie die anhaltende Abwanderung von Fachkräften in wichtigen Abteilungen, wie z. B. dem wichtigen Industriedesign-Team", schreibt der Bloomberg-Autor.

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(bsc)