Apple-Manager: Face ID im Mac nicht nötig, bester Touchscreen-Rechner ist iPad

Trotz Notch steckt keine Gesichtserkennung in den neuen Apple-Silicon-Rechnern – und das soll so bleiben. Auch bei Touch-Bedienung winken zwei Apple-Manager ab.

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MacBook Pro 16
Von
  • Ben Schwan

Obwohl Apples neue tragbare Profi-Macs allgemein als gut bewertet werden, fehlen ihnen doch zwei Funktionen, auf die mancher Nutzer gehofft hat: die Gesichtserkennung Face ID sowie ein integrierter Touchscreen, wie er mittlerweile in vielen Windows-Rechnern steckt. Die Apple-Manager Tom Boger und John Ternus erläuterten in einem Interview mit dem Wall Street Journal, warum sie diese Features für verzichtbar halten.

Boger, Vizepräsident für das Produktmarketing bei iPad und Mac, gab an, der seit Jahren in mehreren Macs verbaute Fingerabdrucksensor Touch ID sei für die Rechner die bessere Wahl. Zwar haben sowohl das MacBook Pro 2021 mit 14 Zoll als auch das mit 16 Zoll eine große Kamerakerbe ("Notch"), doch darin steckt nur eine 1080p-Webcam. Das soll auch zunächst so bleiben, deutete Boger an. Es sei schlicht "bequemer", den Fingerabdruck zu überprüfen, weil sich die Hände bereits auf der Tastatur befinden. Dass ein Einfach-in-die-Kamera-Schauen vielleicht noch bequemer wäre, sagte er nicht.

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Den zweiten Kritikpunkt, den fehlenden Touchscreen, der von Apple ebenfalls seit Jahren gefordert wird, bügelte wiederum John Ternus, Senior Vice President für den Bereich Hardware Engineering, ab. Apple habe doch schon "den weltbesten Touch-Computer" – und der sei das iPad. "Das ist total dafür optimiert. Und der Mac ist für indirekten Input total optimiert. Wir haben da keinen wirklichen Grund gespürt, das zu ändern."

Tatsächlich passiert aktuell eher das Gegenteil: Statt dass sich der Mac ans iPad annähert, nähert sich das iPad dem Mac an. Seit 2020 bietet Apple eigene Tastaturen samt Trackpad- und Mauszeiger-Unterstützung für seine iPads an. Die Mac-Verkäufe scheint das nicht "kannibalisiert" zu haben, die waren im letzten Quartal so gut wie noch nie.

Dennoch betonen Ternus und Boger, Apple höre ständig auf die Kunden, weshalb man die aktuellen Änderungen durchgeführt hat – darunter die Rückkehr des MagSafe-Stromanschlusses und wieder mehr Ports. "Das machen wir beim Mac ständig", so Boger. Wieso die Maschinen fünf Jahre lang nur mit USB-C-Ports kamen, sagte er nicht.

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(bsc)