Apple-Mitarbeiter sollen nun ab Februar zurück ins Büro

Nach mehreren Verlängerungen der Homeoffice-Pflicht hat der iPhone-Konzern nun entschieden, wann die Angestellten zurückkehren dürfen. Nicht allen gefällt das.

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Apple Park

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Nach vielen Monaten der Remote-Arbeit in der Corona-Pandemie sollen die meisten Apple-Mitarbeiter ab dem kommenden Frühling wieder zurück ins Büro kommen. Das kündigte Konzernchef Tim Cook in einem internen Memo mit, das von US-Medien veröffentlicht wurde. Demnach ist der neue Stichtag der 1. Februar 2022.

Laut dem Schreiben soll es allerdings auch dann noch ein "Hybrid-Arbeitsmodell" geben. An einem oder zwei Tagen in der Woche herrscht Anwesenheitspflicht – in Absprache mit dem jeweiligen Chef. Ab März soll die Zahl der Tage im Büro dann auf drei Tage erhöht werden – Montag, Dienstag und Donnerstag. Mittwoch und Freitag blieben Homeoffice-Tage bei Apple. Allerdings gilt die "Hybrid Work Experience" laut dem Apple-Boss nicht für alle Teams des Konzerns. Solche, die "einen größeren Bedarf an In-Person-Arbeit" haben, dürfen auch komplett im Büro werkeln.

Weiterhin soll es möglich sein, bis zu einem Monat pro Jahr aus der Ferne zu arbeiten. Zuvor hatte Apple dies auf zwei Wochen begrenzt. "Dies erlaubt mehr Möglichkeiten für Reisen, dass man näher bei geliebten Menschen ist oder einfach seine Routine durchbricht", schrieb Cook. Zuvor hatte Cook im Juni mitgeteilt, dass bestimmte Dinge im Arbeitsleben "nicht durch Videokonferenzen nachgeahmt" werden könnten. Seit Sommer gab es ein ziemliches Durcheinander im Bezug auf die Rückkehr der Mitarbeiter in die US-Büros. So sollte es ursprünglich mit der Büropflicht im Oktober losgehen, was jedoch dann ab Januar verschoben wurde. Nun ist daraus der Februar geworden.

Viele Apple-Mitarbeiter hatten sich kritisch zur Rückkehr ins Büro geäußert – unter anderem in einem für den Konzern sehr ungewöhnlichen offenen Brief. Sie teilten Cooks Ansicht nicht, dass das Homeoffice typische Büroaktivitäten nicht ersetzen kann. In dem Schreiben aus dem vergangenen Juni wurde etwa kritisiert, dass es bereits Angestellte gegeben habe, die aufgrund von Apples "flexibler Arbeitsregelung" hätten kündigen müssen.

Es habe kaum Kommunikation zu dem Thema gegeben. Doch "ohne die Inklusion, die Flexibilität bringt", fühlten sich viele der Mitarbeiter, als müssten sie zwischen "unseren Familien, unserem Wohlbefinden, der Möglichkeit, unsere beste Arbeit zu leisten oder Teil Apples zu sein" wählen. Ob Cooks neue Pläne dies ändern, bleibt abzuwarten – zumal andere Techkonzerne wie Google oder Meta großzügigere Homeoffice-Möglichkeiten bieten.

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(bsc)