Apple Music Classical könnte noch 2022 kommen

Apples neuer Streamingdienst mit klassischer Musik wird schon länger vorbereitet. Nun gibt es erste Indizien, dass ein baldiger Start bevorsteht.

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(Bild: Shutterstock)

Von
  • Ben Schwan

Freunde klassischer Musik werden von Apple Music aktuell nur relativ unzureichend bedacht: Zwar gibt es ein großes Angebot, doch weder die Suche noch die Darstellung der verfügbaren Inhalte sind wirklich perfekt. Dem Konzern ist dies durchaus bewusst. Er hat sich deshalb schon im August 2021 den auf das Genre spezialisierten Streaminganbieter Primephonic gekauft. Allerdings stockt bislang die Integration: Von einer im April erstmals aufgetauchten, brandneuen Apple-Classical-App ist bislang noch nichts zu sehen. Nun gibt es neue Hinweise auf einen baldigen Start.

Der Jailbreak-Experte @aaronp613, der für das Repo Havoc arbeitet, fand dazu erstmals Infos in Apples hauseigenem Backend für den Streaming-Dienst. Darin wird explizit die für Apple Music neue und eigenständige Content-Art "Classical" genannt. Ebenso wurde ein App-String für die bislang noch nicht erschienene Apple-Classical-Anwendung ("app.music.classical") aufgefunden. Beides deutet darauf hin, dass sich Apple auf die Freischaltung von Content und App vorbereitet.

Apple hatte bei Kauf von Primephonic ein "deutlich verbessertes Erlebnis klassischer Musik" versprochen – dieses beinhaltet neben speziellen Wiedergabelisten zu Stilrichtungen und Komponisten, die man von dem Anbieter übernehmen will, auch "exklusive Audioinhalte". In der neuen Apple-Classical-App sollen "die besten Funktionen von Primephonic" landen, darunter die vielfach gewünschte "bessere Browsing- und Suchfunktionen nach Komponisten und Repertoire, detaillierte Anzeigen von Metadaten klassischer Musik sowie [weitere] neue Funktionen".

Dass Apple die neue, auf Primephonic basierende App wohl Apple Classical nennen wird, ergab sich im April aus Strings, die ausgerechnet in einer Beta der Android-Version von Apple Music aufgetaucht waren. Ob der Klassikbereich in diese integriert wird oder es auch für Android eine Extra-Klassik-App geben wird, ist noch unklar. Für iOS ist diese definitiv im Anmarsch.

Bislang sieht alles danach aus, dass Apple nicht versucht, mit Apple Classical zusätzliche Einnahmen zu generieren – der Dienst wird nach den letzten Erkenntnissen schlicht Teil von Apple Music sein, das 10 Euro im Monat kostet. Bestandskunden und Neuabonnenten mit Account können also sowohl auf Apple Music als auch auf Apple Classical zugreifen. Wie die Vernetzung der beiden Apps umgesetzt wird – ob man also künftig klassische Musik nur noch in der Classical-App findet oder es Links aus Apple Music gibt –, ist noch nicht durchgesickert. Klar ist: Die Nachfrage nach einem besseren Klassikdienst ist eindeutig vorhanden und könnte dem Nutzerwachstum bei Apple Music dienlich sein.

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(bsc)