Apple Music: Preiserhöhung für Nutzer mit Studentenrabatt

Zum ersten Mal setzt Apple den Preis für einen Abo-Dienst hoch – um 20 Prozent. Die Zustimmung zu Preiserhöhungen hat der Konzern von allen Nutzern eingeholt.

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Apple Music

(Bild: Shutterstock)

Von
  • Leo Becker

Das Studentenabo für Apple Music wird teurer: Der Preis steigt von bislang 5 Euro mit dem nächsten Abrechnungszyklus auf 6 Euro, wie der Anbieter nun in einem Schreiben an Abonnenten mitteilte. Das Abo verlängert sich automatisch zum höheren Preis, eine Zustimmung ist nicht erforderlich. Die Kündigung bleibt jederzeit möglich.

Für Neukunden in Deutschland wurde der Preis für das "Studierendenabonnement" von Apple Music schon in der vergangenen Kalenderwoche um 20 Prozent erhöht. Die Preise des Abos sind auch in vielen weiteren europäischen Ländern sowie in den USA ähnlich gestiegen. Ein Grund für den Aufschlag nannte Apple bislang nicht.

Es ist das erste Mal, dass Apple den Preis für einen der hauseigenen Abodienste erhöht hat. Das Einzel- und Familienabonnement von Apple Music kostet weiterhin 10 respektive knapp 15 Euro pro Monat – wie schon bei der Einführung des Dienstes vor mehreren Jahren. Im Unterschied zu großen Konkurrenten wie Netflix und Disney+ hat Apple auch den Preis seines Video-Streaming-Dienstes bislang auf den ursprünglichen 5 Euro pro Monat belassen.

Apples Abogeschäft ist riesig, neben den hauseigenen Diensten umfasst es auch Angebote von Dritten, die über die vorgeschriebene In-App-Bezahlschnittstelle des Konzerns abgerechnet werden. Apple zählt inzwischen über 825 Millionen bezahlte Abonnements auf der eigenen Plattform. Lange war es vorgeschrieben, dass eine Preiserhöhung des Abonnements nur mit Zustimmung des Nutzers möglich ist – sonst erfolgte eine automatische Kündigung. Diese langjährige Vorgabe hat Apple jüngst gestrichen: Seitdem sind Abo-Preiserhöhungen in Apps auch ungefragt möglich.

Die Zustimmung für solche "proportionalen Preiserhöhungen" bei den hauseigenen Abo-Diensten hat sich Apple generell bereits im vergangenen Dezember bei allen Nutzern eingeholt: Wer weiterhin iPhone-Apps installieren will, musste den neuen Bedingungen zustimmen. Eine Preiserhöhung sei etwa möglich, wenn die "Kosten für die Lizenzierung von Inhalten" steigen, heißt es in den Geschäftsbedingungen. Ob auch plötzliches Preiserhöhungen für andere Apple-Abos bevorstehen, bleibt vorerst offen.

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(lbe)