Apple: Neue Aufrüstoptionen für Profi-Macs

Das 16" MacBook Pro lässt sich mit einer neuen GPU ausstatten. Beim Mac Pro ermöglicht Apple ein SSD-Upgrade, ein Novum bei Macs mit Sicherheitschip T2.

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Apple hat am Montag neue Hardware-Optionen für MacBook Pro und Mac Pro ins Programm aufgenommen. Für das im vergangenen Herbst neu eingeführte 16" MacBook Pro führt der Hersteller nun erstmals eine Grafikoption mit HBM2-Speicher im Programm. Die AMD Radeon Pro 5600M mit 8 GByte HBM2-Grafikspeicher (High Bandwidth Memory 2) wird als Aufrüstoption beim Neukauf angeboten.

Sie kostet einen Aufpreis von 1000 Euro beim Einstiegsmodell mit Sechskernprozessor, das ab knapp 2700 Euro erhältlich ist. Beim teureren Standardmodell des 16" MacBook Pro mit Achtkernprozessor, das Apple ab knapp 3200 Euro handelt, kostet die neue GPU-Option zusätzlich 875 Euro.

Apple verspricht mit der neuen GPU eine Grafikleistung auf Desktop-Niveau: Die Radeon Pro 5600M mit HBM2-Speicher sei um "bis zu 75 Prozent" schneller als die Radeon Pro 5500M mit 4 GByte GDDR6-Grafikspeicher, die standardmäßig im Einstiegsmodell integriert ist, teilte der Konzern mit. Die Auslieferung von MacBooks mit der neuen GPU soll noch Ende Juni beginnen.

Zudem will Apple ein "SSD Kit" für den 2019er Mac Pro anbieten, um dem Kunden selbst ein nachträgliches Aufrüsten des vorinstallierten Startlaufwerkes zu ermöglichen – das ist ein Novum unter allen Macs mit Sicherheitschip T2. In mobilen Macs ist der Speicherplatz inzwischen aufgelötet und lässt sich somit gar nicht mehr tauschen, beim Mac Pro konnten sich Nutzer für einen Wechsel oder ein Upgrade der SSD-Module immerhin bislang schon an Hersteller respektive einen autorisierten Händler wenden – oder zusätzlichen Speicher in einem PCIe-Slot unterbringen.

Das SSD Kit für den Mac Pro soll es künftig ermöglichen, Speicherkapazitäten von 1 TByte bis hin zu 8 TByte in Form von Apples proprietären SSD-Modulen nachzurüsten. Preise liegen dafür noch nicht vor. Für das Speicher-Upgrade im Mac Pro – das Basismodell kommt nur mit 256 GByte SSD – veranschlagt Apple bei der Bestellung sonst 500 Euro für 1 TByte, 1000 Euro für 2 TByte, 1750 Euro für 4 TByte und 3250 Euro für 8 TByte. Die neuen Aufrüstoptionen wurden schon eine Woche vor Apples "Special Event Keynote" zur Eröffnung der WWDC am Montag, den 22. Juni angekündigt.

[Update 16.6.2020 14:50 Uhr] Das SSD Kit ist ab 750 Euro bei Apple erhältlich – mit 1 TByte SSD (2 Module). Der Preis reicht bis zu 3500 Euro für die 8-TByte-Ausführung. Zur Installation ist ein zweiter Mac mit Apple Configurator 2 und USB-C-Kabel erforderlich, so Apple.

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(lbe)