Apple: Neuer Mac Pro mit Apple Silicon im Anflug

Der Konzern hat am Dienstag mitgeteilt, dass er weiterhin an der Workstation arbeitet. Der Mac Studio bleibt also nicht die einzige Profi-Kiste für den Desktop.

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Mac Pro 2019

Die "3D-Käsereibe" bekommt einen Nachfolger.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat während der "Peek Performance"-Keynote eine Anmerkung fallen lassen, die viele professionelle Nutzer von Macs hellhörig gemacht hat: Der neue Mac Pro, so der für das Hardware Engineering zuständige Senior Vice President John Ternus erstaunlich deutlich, kommt noch.

Mit dem am Dienstag vorgestellten Mac Studio sei der Umstieg auf Apple Silicon "nahezu komplett". "Es fehlt nur noch ein Produkt, der Mac Pro", sagte Ternus. Doch der sei eben "für einen anderen Tag" gedacht.

Mit dem Mac Studio hatte Apple bei der Veranstaltung seine erste echte Workstation mit Apple-Silicon-Hardware vorgestellt. Das System, das sich mit einem M1-Ultra-SoC mit bis zu 20 CPU-Kernen und 64 GPU-Kernen samt maximal 128 GByte Unified Memory ausrüsten lässt, dürfte viele Profis ansprechen. Die Maschine überholt laut Apple auch den von 2019 stammenden Mac Pro mit Intel Xeon.

Wer sich das neue System kauft, muss allerdings genau das bestellen, was er dann gegebenenfalls auf Jahre braucht: Denn was der Mac Studio rein gar nicht ist, ist erweiterbar. Die Hardware ist von Apple wie leider meistens üblich komplett vernagelt, eine Aufrüstung von SSD oder RAM (die vermutlich auf der Hauptplatine verlötet sind) nicht vorgesehen – und Einschübe für PCIe-Karten gibt es natürlich auch nicht.

Ein Apple-Silicon-Mac-Pro dürfte mit nochmals schnelleren Chips kommen. Ob es sich um eine Erweiterung des M1 Ultra handelt oder Apple gleich zur nächsten Generation M2 – über die noch wenig bekannt ist – springt, ist unklar. Weiterhin gibt es über den möglichen Formfaktor nur wenig verlässliche Gerüchte. So gibt es Berichte, laut denen der neue Mac Pro ungefähr halb so groß ausfällt wie das bisherige Modell – doch womöglich war damit auch schlicht der nun bereits erschienene Mac Studio mit seiner ungefähr dreifachen Mac-mini-Höhe gemeint.

Weiterhin weiß niemand, wie Apple mit dem Thema Erweiterbarkeit umgeht. Bislang existiert kein ARM-Mac, der PCIe-Karten unterstützt. Auch eGPUs via Thunderbolt arbeiten mit den M1-Maschinen nach wie vor nicht. Hinzu kommt ein Wust an Kompatibilitätsproblemen. Wäre es überhaupt möglich und sinnvoll, PCIe und Apple Silicon zu verbinden? Oder arbeitet Apple nicht an komplett eigenen Erweiterungsverfahren? Die Ausgestaltung des neuen Mac Pro wird spannend – auch, weil ihn der Mac Studio eben nicht ersetzen wird, wie Ternus bestätigte.

Unterdessen hat Apple der Intel-Variante immerhin eine neue Grafikkartenoption spendiert: Die AMD Radeon PRO W6600X auf Basis der RDNA-2-Architektur ist für 345 Euro Aufpreis (mit 8 GByte GDDR6) konfigurierbar.

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(bsc)