Apple Pay: Targobank neu mit an Bord

Mit der Targobank unterstützen nun alle größeren Bankhäuser in Deutschland Apples mobilen Bezahldienst. Postbank und Santander sind noch nicht dabei.

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Apple Pay Watch

(Bild: Shutterstock/Jacob Lund)

Von
  • Leo Becker

Die Targobank ermöglicht ihren Kunden ab sofort eine Bezahlung mit Apple Pay: Seit Dienstag lassen sich die von der Bank ausgegebenen Visa-Kreditkarten zu Apples Wallet auf iPhones und Apple Watches hinzufügen und für kontaktlose Zahlungen in Geschäften und an anderen Orten sowie für Online-Shopping einsetzen. Apple-Pay-Zahlungen auf iPads und Macs werden für Targobank-Kunden dadurch ebenfalls eine Option.

Die Targobank unterstützt Apple Pay bei allen für Endkunden angebotenen Visa-Kreditkarten, darunter ist auch die "Online-Classic-Karte", für die keine Jahresgebühr anfällt. Die Visa-Debitkarte der Targobank scheint sich derzeit nicht in Apple Pay einrichten zu lassen.

Dreienhalb Jahre nach dem (späten) Start in Deutschland wird Apples Bezahldienst damit von knapp 80 Banken und Finanzdiensten integriert. Von den größeren Banken fehlen jetzt nur noch die Postbank sowie Santander. Konkrete Angaben zur Zahl der Apple-Pay-Nutzer in Deutschland veröffentlicht Apple selbst nicht. Allein bei den Sparkassen nutzten im vergangenen Jahr angeblich 2,5 Millionen Kunden den Apple-Dienst – dort wird neben einer Kreditkarte auch die Verwendung der Girocard für Apple Pay unterstützt.

Apple Pay ist inzwischen weithin im deutschen Einzelhandel und auch bei vielen Anbietern im Online-Handel zu finden. Gewöhnlich lässt sich der Dienst an jedem NFC-fähigen Kassenterminal verwenden – manchmal aber auch nur mit einer in Wallet hinterlegten Girocard, wenn Händler oder Geschäfte keinen Kreditkarten akzeptieren.

Apple baut seinen Bezahldienst aktuell massiv aus: In den USA lassen sich iPhones bald als NFC-Kassenterminal verwenden, sodass auch kleinere Händler kontaktlose Zahlungen akzeptieren können. Zudem wird Apple eine Später-Bezahlen-Funktion (Apple Pay Later) einführen, die Zahlungen auf mehrere Wochen aufteilt – ohne zusätzliche Gebühren. Erstmals tritt Apple selbst dabei als Geldverleiher auf, eine Banklizenz hat der Konzern bislang aber nicht beantragt. Wann der Apple-Pay-Later-Dienst nach Deutschland kommt, bleibt vorerst offen.

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(lbe)