Apple-Release: iOS 14 und watchOS 7 als Download verfügbar

Die großen Betriebssystem-Updates bringen zahlreiche Neuerungen auf iPhone, iPad und Apple Watch.

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Widgets auf dem Homescreen – ein (noch) ungewöhnlicher Anblick in iOS.

Update
Von
  • Leo Becker

Apples Betriebssysteme iOS und iPadOS 14 sind nun verfügbar. Die Betriebssystem-Updates für iPhones und iPads lassen sich auf allen unterstützten Geräten herunterladen oder über iTunes einspielen. Parallel hat Apple watchOS 7 freigegeben, zur Installation des Watch-Updates wird die Aktualisierung des gekoppelten iPhones auf iOS 14 vorausgesetzt.

iOS 14 läuft auf allen iPhones und iPads, die bereits iOS 13 respektive iPadOS 13 unterstützen. Die Abdeckung reicht zurück bis hin zum iPhone 6s, dem iPhone SE (1. Generation) und dem iPod touch der 7. Generation. iPadOS 14 lässt sich ab iPad Air 2, iPad mini 4 und dem iPad der 5. Generation installieren – sowie auf allen iPad-Pro-Generationen.

iPhone-Nutzer haben in iOS 14 erstmals die Möglichkeit, den Homescreen mit Widgets flexibler zu konfigurieren und Apps in einer neuen Mediathek unterzubringen statt auf dem Home-Bildschirm. iOS und iPadOS 14 bringen zudem wichtige Datenschutzfunktionen mit und erschweren den heimlichen Zugriff auf Nutzerdaten durch Apps, so wird etwa das bislang versteckte Auslesen der Zwischenablage sichtbar gemacht. Auch die Aktivierung von Kamera und Mikrofon verrät das System nun prominent in Statusleiste und Kontrollzentrum.

Nutzer erhalten zudem die Option, nur noch ihren groben Standort für Apps freizugeben und einzelne Fotos zu teilen – statt Zugriff auf die gesamte Fotomediathek einräumen zu müssen. Ein neues Opt-in für Werbetracking in Apps will Apple nach Beschwerden aus der Werbebranche erst 2021 vollständig umsetzen.

iOS14 (11 Bilder)

Craig Federighi präsentiert die Neuerungen in iOS 14.

Das Update bringt viele Detailverbesserungen wie einen Bild-im-Bild-Modus, um Videos auf dem iPhone in klein weiterschauen zu können, eine dezente Benachrichtigung für Anrufe und eine kompakte Siri-Bedienoberfläche. Neu ist außerdem eine Apple-App, die ein Übersetzen zwischen mehr als zehn Sprachen ermöglicht. Verbesserungen sind auch bei Apples Home-App zur Steuerung von HomeKit-Heimautomatisierung und dem Kommunikationsdienst iMessage zu finden. So kann man nun auf bestimmte Nachrichten direkt antworten und Kontakte und Gruppen oben "anheften". App Clips sollen künftig in bestimmten Fällen die Installation ganzer Apps erübrigen – etwa zum Buchen eines Elektrorollers oder Parkscheins.

Auf dem iPad baut Apple zudem die Handschriftunterstützung aus und erleichtert den Zugriff auf Funktionen in eigenen Apps durch eine an macOS erinnernde Seitenleiste. Nutzer können auf iPhone und iPad erstmals ihren Standard-Browser wechseln – derzeit auf Google Chrome oder Microsoft Edge – sowie einen Standard-Mail-Client selbst wählen.

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WatchOS 7 läuft erst ab der Apple Watch Series 3. Neben Schlaf-Tracking und einem Händewasch-Timer mit Erinnerungsfunktion bringt das Update neue Ziffernblätter und mehr Flexibilität bei der Konfiguration – auch Dritt-Apps können nun nämlich verschiedene Infoanzeigen (Komplikationen) bereitstellen. Ziffernblätter lassen sich zudem teilen. Neu ist eine App zum Erstellen von Memojis, die nun auch mit Elementen wie einer Gesichtsmaske ausgestattet werden können. Siri kann auf der Uhr zudem als Übersetzer in mehrere Sprachen dienen. Erstmals wird es mit watchOS 7 auch möglich, Trainings- und Stehziel anzupassen.

Erst am Dienstag hat Apple zudem die neue Familienkonfiguration vorgestellt: Sie erlaubt es, eine Watch für Kinder oder Senioren zu konfigurieren, die kein eigenes iPhone besitzen. Dadurch lässt sich zudem die Nutzung beschränken, kontrollieren sowie etwa auch der Standort abfragen. Elemente wie die Bewegungsringe wurden dabei speziell für Kinder angepasst, betont Apple. Die Familienkonfiguration setzt eine Apple Watch Series 4 oder neuer mit Mobilfunkunterstützung voraus – sowie offenbar den Support durch einen Mobilfunkanbieter, in Deutschland scheint das vorerst nur die Telekom zu sein. Details zu dem dafür erforderlichen Tarif wurden noch nicht veröffentlicht.

Apple hat am Mittwochabend außerdem tvOS 14 für Apple TVs ab der vierten Generation "Apple TV HD" veröffentlicht. Das Update liefert systemweiten Bild-im-Bild-Support sowie 4K-Unterstützung für YouTube und AirPlay-iPhone-Videos nach und unterstützt nun das Audio-Sharing mit zwei Paar AirPods.

[Update 17.9.2020 12:50 Uhr] Neben Chrome und Edge lassen sich nun auch Firefox oder DuckDuckGo als Standard-Browser einrichten. Auch erste E-Mail-Apps unterstützen die Funktion, darunter Outlook und Hey. Weitere dürften bald folgen. Standard-Apps benötigen eine Sondererlaubnis von Apple.

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(lbe)