Apple Silicon kriegt Thunderbolt-Unterstützung

Obwohl die kommenden Macs ohne Intel-Chips kommen, soll die schnelle Schnittstelle weiterhin vorhanden sein. Für das Developer-Testkit gilt dies noch nicht.

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Aktuelles MacBook Pro mit zwei Thunderbolt-3-Anschlüssen über USB-C.

(Bild: Apple)

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Apples nächste Rechnergeneration mit ARM-Chips wird weiterhin über Thunderbolt-Konnektivität verfügen. Das hat der Konzern in einem Statement gegenüber einem US-IT-Blog versprochen.

Ein Sprecher sagte, Apple habe Thunderbolt vor über einem Jahrzehnt zusammen mit Intel gestaltet und entwickelt und man sei auch zukünftig der Zukunft von Thunderbolt verpflichtet. "Wir werden es in Macs mit Apple Silicon unterstützen", so die zentrale Aussage zu The Verge.

Beobachter hatten sich zuvor gefragt, wie Apple künftig mit Thunderbolt umgehen wird. Passende Chipsätze soll es aktuell nur für x86-Hauptplatinen geben. Das Developer Transition Kit, kurz DTK, das Apple an ausgewählte Entwickler verteilt, die ARM-Apps für macOS programmieren wollen, kommt zwar mit USB-C-Schnittstellen, beherrscht aber Thunderbolt 3 nicht. Es basiert auf einem Mac mini mit umgebauter interner Hardware samt dem A12Z-SoC aus Apples eigener Entwicklung.

Bislang ist Thunderbolt 3 für ARM-Geräte von Apple noch nicht verfügbar. So hat das iPad Pro zwar seit längerem einen USB-C-Port, doch kann der mit Thunderbolt-Geräten nichts anfangen. Gleiches gilt wie erwähnt für das DTK. Intel hatte kürzlich den neuen Thunderbolt-4-Standard angekündigt. Ob Apple hier direkt einsteigt oder sein Apple Silicon noch an Thunderbolt 3 anpasst, lässt sich noch nicht sagen. Erste ARM-Macs könnten noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, wenn alles glatt läuft. Thunderbolt 4 räumt mit dem Dienstechaos auf, indem es alle optionalen USB-4-Funktionen verpflichtend macht. Es erlaubt eine Datenrate von 40 GBit/s, wie dies schon bei Thunderbolt 3 der Fall war.

Apples Übergangsplan ist es, in zwei Jahren von Intel zu eigenen ARM-SoCs zu wechseln. Dies betrifft nicht nur die Chips, sondern auch die Grafik – Apple verbaut eigene GPUs und muss sich nicht mehr bei AMD bedienen. Um frühere Apps für Intel laufen zu lassen, gibt es mit Rosetta 2 eine Kompatibilitätsschicht. Intel-Macs werden von macOS zunächst weiter unterstützt, auch will Apple noch frische Hardware liefern. (bsc)