Apple Watch: Blutdruckmessung kommt wohl später

Einem Bericht zurfolge gelingt es dem Hersteller nicht, seinen Sensor genau genug zu justieren. Das Projekt sei auf mindestens 2024 verschoben.

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Die Apple Watch ist besonders zum Fitness- und Gesundheits-Tracking beliebt.

(Bild: Kaspars Grinvalds/Shutterstock.com)

Von
  • Ben Schwan

Die Apple Watch muss seit 2020 ohne neue Gesundheitssensoren auskommen – und das könnte auch noch länger so zu bleiben. Offenbar wurde der Einbau einer seit längerem erwarteten Blutdruckmesseinheit "auf frühestens 2024" verschoben, schreibt die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Grund seien Probleme bei der Genauigkeit, die während der Testphase eines neuen Sensors aufgetreten sind.

Apple soll vorgehabt haben, nicht einfach nur Messwerte an den Nutzer durchzugeben – beziehungsweise diese womöglich gar nicht zu nennen. Statt systolischem und diastolischem Blutdruck sollte das Gerät auf Basis eines optischen Sensors einen "Trend" des aktuellen Blutdrucks nennen. Daraus wiederum wollte Apple die Gefahr von hohem Blutdruck ablesen, um Nutzer gegebenenfalls zu ermuntern, einen Arzt aufzusuchen. Entsprechende Hinweise hatte es schon zuvor in einem Artikel des Wall Street Journal gegeben. Apple-intern sei die Funktion daher umstritten.

Geräte, die den Blutdruck am Handgelenk erfassen und an Apple Health weitergeben, gibt es längst – wobei es hier stets Fragen zur Genauigkeit gibt. Blutdruckmessmanschetten mit Bluetooth-Anbindung und Schnittstelle zu Health gibt es ebenfalls, beispielsweise von Withings.

Weitere Sensoren, an denen Apple schon seit längerem arbeitet, betreffen Blutzucker, Körpertemperatur und eine Warnung vor Dehydratation. Die Apple Watch Series 7 von 2021 hatte keine neuen Sensoren mitgebracht, stattdessen nur einen vergrößerten Bildschirm. Die Series 6 maß erstmals den Blutsauerstoffgehalt, wobei die Genauigkeit des Sensors kritisiert wird. Apple soll aktuell an einem Personalumbau in seinem Health-Team leiden. Langjährige Mitarbeiter sollen die Firma verlassen haben – auch, weil sie zu geringe Fortschritte sehen.

Unterdessen gibt es auch frische Infos zur nächsten watchOS-Version 9, die im Herbst erscheint und am 6. Juni erstmals gezeigt werden soll. Diese kommen ebenfalls von Bloomberg. Apple bastelt demnach an einem überarbeiteten Stromsparmodus ("Power Reserve"), der mehr können soll als nur die Darstellung der Uhrzeit. Stattdessen sollen wichtige Features und bestimmte Apps aktiv bleiben können, die wenig Strom verbrauchen. Neu sind auch weitere Workout-Typen, genauere Berichte zum 1-Kanal-EKG, das Vorhofflimmern detektieren kann, und eine Erinnerungsfunktion für die Einnahme von Medikamenten. Außerdem will Apple "viele" seiner Zifferblätter überarbeiten.

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(bsc)