Apple-Zahlen: Weiter gut trotz flauem Markt

Erneut hat der iPhone-Konzern einen Rekordumsatz zu verzeichnen. Von Juli bis September glänzte vor allem die Smartphone-Sparte. iPads schwächeln.

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Tim Cook

Apple-Chef Tim Cook bei einer Veranstaltung des iPhone-Herstellers.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Trotz Energiekrise, Ukrainekrieg und Inflation hat es Apple auch im letzten Quartal wieder geschafft, mit dem iPhone zu punkten – aber nicht nur dort. Von Juli bis September gelang es dem Konzern, den Umsatz um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf nun 90,1 Milliarden US-Dollar zu steigern – ein Quartalsrekord. Parallel dazu verbesserte sich der Nettoquartalsgewinn von 20,55 auf 20,72 Milliarden. Pro verwässerter Aktie waren dies 1,29 Dollar (Vorjahr: 1,24 Dollar).

Zentral für das Unternehmen war wie üblich das iPhone, das 47,3 Prozent des Umsatzes ausmacht. Die Sparte brachte es – wohl auch aufgrund teils massiver Preissteigerungen – auf einen Umsatz von 42,6 Milliarden Dollar (Vorjahr: 38,9 Milliarden). Die im September veröffentlichten neuen iPhones spielten im Quartal bereits eine Rolle, kamen sogar eine Woche früher als noch 2021 auf den Markt, was den Umsatz zusätzlich beflügelte.

Beim Mac gibt es ebenfalls eine Steigerung, während der PC-Markt schrumpft: Hier ging es von 9,2 auf 11,5 Milliarden Dollar beim Umsatz hoch, wie den am Donnerstag nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalszahlen zu entnehmen ist. Das iPad schwächelte hingegen, kam auf 7,2 Milliarden Dollar nach 8,25 Milliarden im Vorjahresvergleich. Der Europa-Umsatz zog – auch dank besagter Preiserhöhungen und hohem Dollarkurs – auf 22,8 Milliarden Dollar an, ein Plus von 2 Milliarden.

Da das Geschäft schwer vorhersagbar bleibt, gab Apple einmal mehr keine Prognose für das kommende Quartal ab. Die Marge lag bei 42,3 Prozent nach 42,2 Prozent im Vorjahresquartal. Für Aktionäre bis zum 7. November wurde eine Dividende von 23 US-Cents pro Anteilsschein festgelegt. Das Gesamtjahr schloss Apple mit einem Umsatz von 394,3 Milliarden Dollar bei einem Nettogewinn von 99,8 Milliarden ab. Im letzten Jahr waren es noch 365,8 Milliarden (Umsatz) beziehungsweise 94,7 Milliarden (Gewinn)

Die Börse reagierte zunächst verhalten auf die Zahlen; bei Redaktionsschluss dieses Beitrags war im Aftermarket-Trading nur ein leichtes Plus von rund 0,4 Prozent zu verzeichnen, nachdem die Apple-Aktie am Tag zuvor um über 3 Prozent Federn lassen musste.

Apples Finanzchef Luca Maestri warnte, dass im kommenden Quartal das Mac-Geschäft deutlich zurückgehen werde. Grund sei die gute Pipeline des Vorjahres mit den neuen MacBook-Pro-Modellen. Apple dürfte zwar auch dieses Jahr neue Modelle liefern, doch sind die deutlich weniger spannend.

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Die Nachfrage beim iPhone ist bei den Pro-Modellen wie erwartet stark. Apple-CEO Tim Cook gab an, man arbeite "hart daran, die Nachfrage zu befriedigen". Er fühle sich "sehr gut", was die Performance im abgelaufenen Jahr anbetrifft.

Die für Apple zunehmend wichtige Dienste-Sparte kam im Quartal auf 19 Milliarden Dollar Umsatz, gut eine Milliarde mehr als im Vorjahresvergleich. Im Gesamtjahr kam Apple auf 78 Milliarden Dollar, 10 Milliarden mehr als im Jahr 2021. Apple beendet traditionell im dritten Quartal sein Finanzjahr.

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(bsc)