Apple angeblich an James-Bond-Film interessiert

Nach einem großen Kriegsfilm mit Tom Hanks könnte Apple nun auch den neuen 007 erwerben – das behauptet zumindest ein Filmkritiker.

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(Bild: MGM)

Von
  • Ben Schwan

Der neue James-Bond-Streifen scheint das Interesse von Apples Filmabteilung geweckt haben. Das behauptet zumindest ein Filmkritiker sowie das Hollywood-Fachblatt Variety. Es könnte um einen Deal in dreistelliger Millionenhöhe gehen, hieß es.

"No Time to Die", wie der jüngste 007 heißt, sollte eigentlich schon in diesem Frühjahr in die Kinos kommen, die Corona-Krise machte dem einen Strich durch die Rechnung. Im neuen Bond spielt wieder Daniel Craig den berühmten Spion. Mittlerweile heißt es offiziell, dass der Start des Films in den April 2021 verschoben sei, das Studio MGM wollte sonstige "Gerüchte" nicht kommentieren.

Erstmals hatte der bekannte Filmkritiker und Drehbuchautor Drew McWeeny über einen möglichen Ankauf von "No Time to Die" durch Apple spekuliert. Einem seiner Tweets zufolge habe er "VERRÜCKTE" Zahlen aus den vergangenen Tagen vernommen, was Apple und möglicherweise auch Netflix zahlen wollten. Der neue Bond würde bei Apple im Rahmen von TV+ debütieren und dem Dienst sicherlich neue Nutzer verschaffen.

Neu ist die Idee, Hollywood-Streifen ersatzweise bei Apples Streamingdienst laufen zu lassen, keineswegs: So soll Apple 70 Millionen US-Dolar für "Greyhound" mit Tom Hanks in die Hand genommen haben. Netflix verfügt ebenfalls über eine gut gefüllte Kriegskasse, auch wenn Apple noch deutlich tiefere Taschen hat.

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Laut einem Bericht von Variety hat MGM den Bogen allerdings möglicherweise überspannt. Das Hollywood-Fachblatt spekuliert über Beträge von bis zu 600 Millionen Dollar für "No Time to Die", um die Streamingrechte zu erlangen. Diese Summe läge signifikant über dem tatsächlichen Budget des Filmes und wäre auch für Apple eine nur schwer zu rechtfertigende Summe. Das Studio soll bislang aufgrund der Verzögerungen beim neuen Bond Verluste in Höhe von 30 bis 50 Millionen Dollar geschrieben haben. Nun hieß es in einer Stellungnahme, der Film stehe "nicht zum Verkauf". Man habe die Verschiebung bis April 2021 vorgenommen, um die "Kinoerfahrung für die Besucher zu sichern".

Sony, das Studio hinter "Greyhound" mit Tom Hanks, der dann höchst erfolgreich bei Apple TV+ gelaufen sein soll, hatte den Streifen ebenfalls eigentlich fürs Kino vorgesehen, war dann – wie andere Filme auch – aber aufs Streaming ausgewichen. Zu anderen Topfilmen, die nicht im Kino, sondern bei Streamingdiensten debütierten, gehört auch "Borat 2". Hier griff Amazons Prime-Video-Service zu.

[Update 27.10.20 19:20 Uhr:] Laut Angaben des Hollywood Reporter soll Apple ein Angebot in Höhe von 350 bis 400 Millionen Dollar erwogen haben. MGM wollte angeblich sogar noch mehr als die von Variety erwähnten 600 Millionen – zwischen 350 und 700 Millionen beziehungsweise bis zu 800 Millionen habe man sich erhofft. (bsc)