Apple baut US-Sales-Organisation um: "Dutzende" Entlassungen

Im Gegensatz zu Microsoft, Meta oder Amazon hat sich Apple bei Stellenstreichungen zurĂŒckgehalten. Nun will der Konzern den Vertrieb umbauen, was Jobs kostet.

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Ein Apple-Logo.

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

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Bei Apple soll eine grĂ¶ĂŸere Entlassungswelle angelaufen sein. Der Konzern soll „Dutzende“ Positionen im Bereich Sales in den Vereinigten Staaten von Amerika gestrichen haben, „in dem Bestreben, die Art und Weise zu optimieren, wie es Produkte fĂŒr Unternehmen, Schulen und Behörden anbietet“, schreibt die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. KĂŒndigungen großen Ausmaßes gelten bei Apple als selten, so hatte der Konzern frĂŒhere große Jobstreichungswellen, wie sie etwa bei Meta, Microsoft, Google oder Amazon in den Post-Corona-Jahren erfolgten, nicht mitgemacht.

Es ist bislang unklar, wie viele Stellen insgesamt gestrichen wurden. Erfasst wurde offenbar die gesamte Vertriebsorganisation, wobei einige Teams „besonders hart“ betroffen seien. Unklar ist weiterhin, ob es auch VerĂ€nderungen des Sales-Bereichs in Europa geben wird. Entlassen wurden in den USA unter anderem Account-Manager, die sich bislang um den Verkauf an große Firmen, Regierungsorganisationen und Bildungseinrichtungen kĂŒmmerten.

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Gleiches gilt fĂŒr Teile der Mannschaften hinter Apples Vertriebszentren, den sogenannten Briefing Centers, in denen Mitarbeiter potenziellen Kunden die Produkte demonstrierten. Apple bestĂ€tigte die Personalmaßnahme, gab aber keine Details an. Man wolle kĂŒnftig "mit Kunden noch enger in Verbindung treten", weshalb man das Sales-Team umgebaut habe.

Laut Apple sei lediglich "eine kleine Anzahl von Rollen" betroffen. Der Konzern stelle weiterhin ein und Betroffene könnten sich auch fĂŒr neue Positionen bewerben. Laut Bloomberg kamen die KĂŒndigungen fĂŒr die Betroffenen ĂŒberraschend – auch weil Apple zuletzt weiter beim Wachstum aufdrehen konnte. Im Dezember-Quartal soll der Umsatz auf 140 Milliarden US-Dollar steigen, ein neuer Rekord. Bekannt wurde auch, dass in Australien und Neuseeland insgesamt 20 Vertriebler gekĂŒndigt wurden. Diese dĂŒrfen sich bis Januar auf andere Stellen bewerben, sonst gibt es eine Abfindung. Apple sucht parallel dazu neue Vertriebler.

Apple plant offenbar, mehr Sales-Arbeit an seine Reseller zu vergeben und so interne Kosten zu senken. Teile der Entlassenen sollen 20 oder 30 Jahre bei Apple tĂ€tig gewesen sein. Ein besonders stark betroffenes Team habe an das US-Kriegsministerium und das US-Justizministerium verkauft, so Bloomberg. Apples Vertrieb berichtet direkt an Konzernchef Tim Cook. Zuletzt hatte es 2024 eine grĂ¶ĂŸere Entlassungswelle bei Apple gegeben, unter anderem aufgrund des Endes des Autoprojekts des Konzerns.

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(bsc)