Apple bessert bei eigenen Datenschutzlabels nach

Die Infos über Datenzugriffe aller Apple-Apps finden sich nun prominent auf der Datenschutzseite des Konzerns – statt teils versteckt in Support-Dokumenten.

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Von
  • Leo Becker

Apple hat eine neue Übersichtsseite für die Datenschutzkennzeichnung der zahlreichen eigenen Apps geschaffen, so dass Nutzer:innen die Informationen nicht länger suchen müssen. Die Übersicht ist prominent bei den Datenschutzinformationen des iPhone-Konzerns untergebracht, bislang allerdings nur in der englischen Fassung der Website, eine deutsche Version dürfte noch folgen.

Die Datenschutzlabels sollen einen Einblick geben, welche Nutzerdaten Apps sammeln wollen – und wozu. Das schließe von Apple entwickelte Software ein, betont das Unternehmen. Die neue Übersichtsseite soll die Datenschutzkennzeichnung für die Apps aus iOS, iPadOS, macOS, watchOS und tvOS ein einem Ort versammeln. Die Liste reicht von bekannten und grundlegenden Apple-Apps wie Kamera, Nachrichten und Telefon über "kleine" Apps wie die Wecker-App auf der Apple Watch bis hin zu Apples iMessage-Apps, darunter Memoji und "Hands".

Bislang verwies Apple auf den App Store, dort sich die Datenschutzlabels ebenfalls versammelt, allerdings haben längst nicht alle der vom Hersteller vorinstallierten Apps auch einen App-Store-Eintrag: Zentrale Funktionen wie Nachrichten respektive iMessage, der Browser Safari, Telefon oder Health-App lassen sich nicht löschen und sind deshalb auch nicht zum erneuten Download im App Store zu finden.

Deren Datenschutzkennzeichnung hat Apple bislang in einzelnen, schlecht zu findenden Support-Dokumenten versteckt, denen zudem die Details mit zusätzlichen Informationen zum Datenzugriff fehlten – auch dieser Kritikpunkt wird mit der neuen Liste ausgeräumt. Auch für Nutzer älterer Versionen der Apple-Betriebssysteme ist die neue Übersichtsliste praktisch, um eine Kennzeichnung nachzuschlagen.

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Für Dritt-Entwickler sind die Datenschutzlabels seit Dezember 2020 Pflicht: Die Angaben über Datenzugriffe müssen bei App-Updates oder beim Einstellen neuer Apps übermittelt werden. Bei einer Stichprobe einer US-Zeitung wies rund ein Drittel der Apps falsche Angaben bei der Datenschutzkennzeichnung auf. US-Abgeordnete haben Apple bereits darauf gedrängt, die Angaben besser zu prüfen. Apple droht Entwicklern bei gezielten Falschangaben letztlich mit Rauswurf und hat regelmäßige Überprüfungen angekündigt.

  • Mit Apples Datenschutzinitiative und Tracking-Transparenz befasst sich Mac & i ausführlich in Heft 2/2021, das ab dem 8. April erhältlich ist.

(lbe)