Apple bewahrt iCloud-Backups nur sechs Monate auf

iPhone- und iPad-Backups werden 180 Tage nach der letzten Datensicherung still aus iCloud gelöscht – auch bei zahlenden Abonnenten.

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(Bild: Farknot Architect/Shutterstock.com)

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iCloud-Backups werden von Apple nur begrenzt vorgehalten: Ein halbes Jahr nach der letzten Datensicherung eines iPhones oder iPads verschwinden dessen Backups automatisch und offenbar auch ohne Vorwarnung von Apples Servern, wie Nutzer beklagen. Das betrifft nicht nur iCloud-Gratisnutzer, sondern auch zahlende Abonnenten von iCloud-Speicherplatz.

Neu ist das Limit nicht, es scheint allerdings weitestgehend unbekannt: In iOS respektive iPadOS gibt es bis hin zur aktuellen Version 13.5.1 keinen Hinweis auf die begrenzte Backup-Aufbewahrungsdauer. Apple vermerkt den Umstand etwa im Kleingedruckten von Support-Dokumenten sowie in den iCloud-Nutzungsbedingungen, die aber nur ein Bruchteil der Nutzer jemals studiert haben dürfte. "Wenn von einem Gerät hundertachtzig (180) Tage lang keine Datensicherung in iCloud vorgenommen wurde, behält sich Apple das Recht vor, jegliche Backups, die mit diesem Gerät in Verbindung stehen, zu löschen", heißt es dort im Wortlaut.

Zum Problem wird die automatische Löschung von iCloud-Backups, wenn beispielsweise zwischen Verkauf und Neukauf eines iPhones oder iPads mehr als ein halbes Jahr vergeht: Die geplante Wiederherstellung des neuen Gerätes vom iCloud-Backup des alten ist dann nämlich nicht mehr möglich, wie ein Tidbits-Leser jüngst feststellte, der bei Apple 200 GByte iCloud-Speicherplatz gebucht hatte. Auch Nutzer, die ihr iCloud-Backup vorübergehend deaktivieren, um etwa Platz zu sparen, sollten das Limit im Hinterkopf behalten: Bleibt das Backup länger als 180 Tage deaktiviert, geht auch das letzte angelegte verloren.

Das iCloud-Backup sichert neben Geräteeinstellungen auch wichtige persönliche Daten wie Fotos und Videos, Textnachrichten, Gesundheitsdaten und mit Apps angelegte Dokumente. Nutzer, die weitere iCloud-Dienste wie iCloud-Fotos und Nachrichten in iCloud nutzen, können auf ihre Daten weiterhin über diese Dienste zugreifen, auch viele Apps sind längst an eigene Cloud-Lösungen angebunden.

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Als Alternative zum iCloud-Backup bleibt iPhone- und iPad-Nutzern weiterhin, ein lokales Backup mit iTunes auf einem Windows-PC oder Mac anzulegen – es lässt sich auch verschlüsseln. Ab macOS Catalina 10.15 erfolgt die Datensicherung über den Finder.

(lbe)