Apple erläutert, wie Drittanbieter den U1-Chip nutzen können

Künftig soll es direkte Konkurrenten für Apples AirTags geben – inklusive Ultra-Wideband-Technik für genaue Ortung.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen

Apples AirTag hat gegenüber Fremdgeräten noch Vorteile. Das könnte sich ändern.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat mögliche Partner darüber unterrichtet, wie sie ihre Hardware zur Ultra-Wideband-Technik kompatibel machen können, die der Konzern bereits in aktuellen iPhones, der Apple Watch, den AirTags oder dem HomePod mini verwendet. Dazu gibt es auch eine erste Draft-Spezifikation zur Implementierung sowie den zugelassenen Komponenten.

Unter der Überschrift "Nearby Interactions with U1" fasst der Konzern die Details zusammen. Das notwendige Framework hat er "Nearby Interaction framework" getauft. Das Framework erlaubt es künftig Apps, direkt mit Geräten mit U1-Chip zu interagieren – sowie mit anderen UWB-Geräten, die von Drittanbietern kommen sollen. Aktuell setzt Apple die Ultra-Wideband-Technik nur sporadisch ein – etwa für das vereinfachte Austauschen von Dateien via AirDrop, die Übergabe von Musiktiteln vom iPhone auf einen HomePod mini oder – wohl am spektakulärsten – das Auffinden von AirTags (nahezu) Zentimeter genau mit der überarbeiteten "Wo ist?"-App.

Mehr von Mac & i Mehr von Mac & i

Die Draft-Spezifikation könnte es Unternehmen künftig erlauben, UWB-Hardware herzustellen, die ähnlich wie AirTags funktionieren und die Präzisionsortung offerieren. Apple fordert Chipsatzhersteller auf, eine UWB-Lösung zu entwickeln, die dann Teil des "Made for i"-Programms werden würde.

Apple hatte bereits zuvor angekündigt, dass ein offener Standard in seinem Interesse liegt. In Zusammenarbeit mit einem nicht näher genannten Konsortium wolle Apple sicherstellen, dass sich der U1-Chip "konform zu offenen Branchenstandards" verhält, hieß es im Mai. Apple arbeite daran, die Interoperabilität mit einer breiten Auswahl an unterschiedlichen Produkten sicherzustellen".

Das hat auch etwas damit zu tun, dass der Konzern aktuell unter akutem Druck der Wettbewerbshüter steht. So fordert der Bluetooth-Tracker-Anbieter Tile von der Politik, Apples "Marktmissbrauch" zu regulieren. Es ist schon jetzt möglich, Hardware für Apples "Wo ist?"-Netzwerk herzustellen. Tile macht das explizit noch nicht.

Lesen Sie auch

(bsc)