Apple erlaubt Bewertung vorinstallierter iPhone-Apps

iPhone-Nutzer können erstmals Rezensionen zu Mail, Karten und Musik hinterlassen. Apple reagiert so wohl auch auf Vorwürfe einer Bevorzugung eigener Apps.

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(Bild: Apple)

Von
  • Leo Becker

Auf iPhones und iPads vorinstallierte Apple-Apps lassen sich nun im App Store bewerten – das war bislang nicht möglich. Rezensionen und Sternevergabe sind für alle Apple-Apps möglich, die im App Store zu finden sind. Dazu gehören etwa zentrale Programme wie Apple Mail, Karten, Musik, FaceTime, Dateien, Notizen, TV, Podcasts, Bücher und Wetter. Auch Kalender, Kontakte, Rechner, Erinnerungen, Tipps, Sprachmemos, Home, Übersetzen und Aktien öffnen sich für öffentlich dokumentierte Nutzerkritik, die teils harsch ausfällt.

Rezensionen zu Apple-Apps wie Musik (hier im Bild) sind nun möglich.

Unter dem Strich lassen sich alle Apple-Apps bewerten, die sich auch aus iOS löschen lassen, das ist überhaupt erst seit iOS 12 möglich. Nur für diese gibt es einen App-Store-Eintrag zum erneuten Download. Andere fest in das Betriebssystem integrierte Apps wie Nachrichten respektive iMessage, der Browser Safari und Telefon lassen sich nicht löschen – und damit zugleich auch nicht bewerten, da sie nicht im App Store zu finden sind.

Für die Sonderstellung hauseigener Apps des Plattformbetreibers, dazu zählte bislang auch die Blockade von Bewertungen, hat sich Apple immer wieder Kritik von Konkurrenten eingehandelt. Vorinstallierte Apps haben automatisch einen eingebauten Vorteil, zudem lassen sich in iOS bislang nur für E-Mails und Browser andere Standard-Apps wählen. Man wolle iOS nur langsam öffnen, damit es nicht zu einem "Chaos" komme, betonte Apples Software-Chef Craig Federighi im vergangenen Jahr.

Die Facebook-Tochter WhatsApp beschwerte sich 2020 lautstark über eine Benachteiligung durch die Einführung von Datenschutz-Labels im App Store, Apple veröffentlichte daraufhin bereits Datenschutz-Labels für alle eigenen Apps, darunter auch die, die nicht im App Store angeboten werden. Apple hat seine App Dateien nach der Einführung für mehrere Monate in der App-Store-Suche über dem Wettbewerber Dropbox platziert, was auch intern diskutiert wurde, wie im Rahmen des Rechtsstreits mit Epic veröffentlichte E-Mails zeigten. Nach Angabe des Konzerns hatte es sich dabei um ein Versehen gehandelt.

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(lbe)