Apple erweitert Forschungseinrichtung in den Palästinensischen Gebieten

Israel dient als Basis für Apples Hardware-Entwicklung, auch im palästinensischen Rawabi wird geforscht. Das Projekt soll "ein politisches Problem" angehen.

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Apples Chip-Chef Johny Srouji (Mitte) bei einem Treffen mit israelischen und palästinensischen Entwicklern und dem Geschäftsmann Bashar Masri.

(Bild: Apple)

Von
  • Leo Becker

Apple will ein größeres Forschungs- und Entwicklungszentrum in den Palästinensischen Autonomiegebieten aufbauen und damit die Präsenz im Mittleren Osten stärken. In Israel beschäftigt der Konzern bereits ein Team von rund 2000 Mitarbeitern, die an zwei Standorten Entwicklungsarbeit leisten und anderem an der M1-Chip-Entwicklung beteiligt sind.

Nun hat Apple Investitionen in ein bislang noch kleines Team an Entwicklern in der Stadt Rawabi in den Palästinensischen Autonomiegebieten im Westjordanland angekündigt, die bislang nur 60 Ingenieure zählende Belegschaft soll über die nächsten Jahre aufgestockt werden. Schon jetzt werde auch dort an wichtigen Projekten gearbeitet, betonte Apple.

Der Konzern wolle damit Chancen für "palästinensische Ingenieur:innen" schaffen und eine "wichtige regionale Angelegenheit" angehen, teilte Apples Hardware-Technik-Chef Johny Srouji mit. Um bedeutende Änderungen zu erwirken, müsse das ganze auch gut fürs Geschäft sein, so der Manager, der in Haifa geboren wurde und einer Familie arabischer Christen entstammt. Srouji leitet die Entwicklung von Apples hauseigenen Chips und ist in den letzten Jahren auf den Veranstaltungen des Konzerns verstärkt ins Rampenlicht getreten – besonders seit die ARM-basierten Apple-Chips mit dem M1 begonnen haben, die Intel-Prozessoren in Macs abzulösen.

Apples Einrichtungen auf israelischer Seite – sie liegen in Herzliya and Haifa – sind "State of the Art", betonte der Konzern. Neben der Mitentwicklung am M1-Chip sei dort auch an den Sensoren für die Gesichtserkennung Face ID gearbeitet worden. Apple steckt inzwischen jährlich gut 20 Milliarden US-Dollar in Forschung & Entwicklung, ähnlich wie auch andere US-IT-Riesen, die aber meist einen deutlich geringeren Umsatz als Apple aufweisen.

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(lbe)