Apple plant angeblich hochpreisiges Virtual-Reality-Headset

Vor einer AR-Brille erwägt Apple einem Bericht zufolge, ein autarkes VR-Headset ähnlich der Oculus Quest einzuführen – nur leistungsfähiger und viel teurer.

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VR-Brille

An Virtual Reality hat Apple bislang wenig Interesse signalisiert.

(Bild: dpa, Marcio Jose Sanchez)

Von
  • Leo Becker

Apple will künftig angeblich bei VR-Headsets mitmischen: Neben einer AR-Brille, die noch in einem frühen Entwicklungsstadium stecke, arbeitet Apple auch an einem autarken Virtual-Reality-Headset, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf informierte Personen berichtet. So wie Facebooks Oculus Quest benötige auch Apples VR-Headset weder PC noch Konsole als Basis und arbeite eigenständig.

Das Gerät mit dem Condenamen N301 liege bereits als fortgeschrittener Prototyp vor, ist aber noch nicht finalisiert, schreibt Bloomberg, eine Vorstellung sei ab 2022 zu erwarten. Der Konzern könnte die Pläne noch ändern oder das Produkt ganz verwerfen. Apples VR-Headset sei ähnlich groß wie die Oculus Quest und auf Spiele, Videos und Kommunikation ausgelegt, heißt es in dem Bericht – aber auch Apple ringe noch damit, welche Inhalte und Funktionen ein solches Produkt überhaupt bieten könne. Im vergangenen Jahr hat Apple eine Firma übernommen, die Sport- und Musik-Events als Livestreams in VR-Headsets bringen wollte.

Mit integrierten externen Kameras sollen auch einzelne Augmented-Reality-Funktionen möglich sein, so werde etwa ein Tracking der Hände getestet. Apple plane, Hochleistungs-Chips in das Headset zu integrieren mitsamt einem Lüfter. Die Displays seien viel höher aufgelöst als bei bestehenden VR-Headsets, so die Quellen der Finanznachrichtenagentur. Apple wolle das Gerät preislich weit höher positionieren als die Konkurrenz, die ihre VR-Headsets meist für weit unter 1000 Euro vertreibt.

Um Platz und Gewicht zu sparen, wolle Apple bei den Gehäusematerialien auf Stoffelemente setzen. Zudem lässt sich das VR-Headset angeblich nicht im Zusammenspiel mit einer Brille verwenden. Bei Bedarf würden sich aber optische Korrekturgläser mit der benötigten Sehstärke einsetzen lassen.

Auf das VR-Headset werde ein für den Massenmarkt gedachte AR-Brille folgen, so Bloomberg. Das Gerät mit dem Codenamen N421 stecke aber noch in einem frühen Stadium der Entwicklung und werde noch Jahre bis zur Marktreife benötigen.

(lbe)