Apple trackt geplünderte iPhones

In Portland, Philadelphia und anderen US-Großstädten kam es während der Massenproteste auch zu Plünderungen. Apple hat an die Diebe eine Botschaft.

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Einer der betroffenen Apple-Läden.

(Bild: Apple)

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Von der aktuellen Plünderungswelle in Großstädten der Vereinigten Staaten von Amerika sind auch die Ladengeschäfte von Apple betroffen. US-Medien meldeten entsprechende Fälle aus Portland, Philadelphia, New York City, Los Angeles und San Francisco; zahlreiche der Stores sind aktuell geschlossen. Viel anfangen können die Diebe mit der erbeuteten Hardware allerdings nicht: Apple sperrt massenhaft entwendete Geräte, wie auf Twitter berichtet wird.

Die über die "Find My iPhone/iPad/Mac"-Funktion ausgelöste Blockade scheint bereits zu greifen, sobald die Geräte das WLAN der Apple-Läden verlassen. Auf einem Screenshot ist zu sehen, dass Apple die Diebe dazu auffordert, entwendete Geräte in die Läden zurückzubringen. "Bitte geben Sie [dieses iPhone] bei Apple Walnut Street ab", heißt es etwa in Philadelphia. Darunter schreibt der Konzern, das Gerät sei "deaktiviert" und werde getrackt. "Örtliche Behörden werden alarmiert."

Entsprechend sind die entwendeten Apple-Produkte für Plünderer weder sofort zu nutzen noch können sie leicht weiterverkauft werden. Interesse dürften nur Hehler von Apple-Komponenten haben, die die Geräte dann zerlegen, um die einzelnen Bestandteile weiterzuverkaufen – ein Markt, der stark wächst.

In den USA kommt es aktuell in zahlreichen Städten zu Massenprotesten nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis. Apple hatte in dieser Woche am sogenannten Black Out Tuesday teilgenommen. Mit Musik-App und iTunes Store zeigen zwei zentrale, in den Betriebssytemen iOS und macOS vorinstallierte, Apps am Dienstag teils vollflächige Hinweise auf eine Protestaktion der US-Musikindustrie.

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Nun sei es "für jeden an der Zeit, sich gegen Rassismus und Ungerechtigkeiten jeglicher Art einzusetzen", schrieb das Unternehmen in einem Hinweis. Konzernchef Tim Cook hatte zuvor mitgeteilt, man werde "eine Reihe an Gruppierungen" mit Spenden unterstützen, darunter die Non-Profit-Organisation Equal Justice Initiative. (bsc)