Apple verspricht mehr Privatsphäre in Safari, Mail und Apps

Mit iOS 15 und macOS 12 kommen neue Sicherheitsfeatures in den Browser. Mail sagt Tracking-Pixels den Kampf an und Apps bekommen eine Zugriffshistorie.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 30 Beiträge

Mail versteckt sich künftig besser.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat verschiedene neue Funktionen angekündigt, die in iOS 15 beziehungsweise macOS 12 die Privatsphäre des Nutzers besser schützen sollen. Die meisten sind kostenlos; einige werden jedoch ein Abo benötigen. Der Konzern dürfte mit den Features Werbefirmen und App-Anbietern auf die Füße treten.

So kommt Mail künftig mit einer Funktion, die Tracking-Pixels, auch Webbugs genannt, mit verschiedenen Tricks den Garaus machen soll. Lädt man Inhalte wie Bilder in Mails nach, werden üblicherweise auch die Webbugs mitgeladen, was Unternehmen dann erlaubt, zu überwachen, ob Mails geöffnet wurden und von welcher IP-Adresse. Apple integriert künftig eine Art Proxy als Zwischenschritt; die Original-IP-Adresse wird standardmäßig versteckt.

Apples Browser Safari hat eine ähnliche Funktion für externe Tracker implementiert. Werden diese erkannt, erhalten sie ebenfalls nur die von Apple übergebene IP, nicht die des Nutzers (Relay). Noch weitergehender ist ein Feature in iCloud+, Apples überarbeitetem Speicherdienst. Dieser bekommt eine Art VPN, mit der der komplette Traffic über Apples Server laufen soll – jeweils über zwei Stationen, damit auch Apple die Inhalte nicht zu sehen bekommt. Die Passwort-Funktion in iOS 15 (und vermutlich iPadOS 15) bekommt nun auch die Möglichkeit, Verifizierungscodes zu generieren. Damit benötigt man Tools wie Google Authenticator, 1Password oder Authy dafür nicht mehr.

Mehr von Mac & i Mehr von Mac & i

In iOS und iPadOS 15 steckt zudem eine überraschend umfangreiche Funktion zum Überwachen von Apps. Der sogenannte App Privacy Report befindet sich in den Systemeinstellungen und zeigt künftig an, auf welche Daten eine Anwendung in den letzten Tagen zugegriffen hat. Das betrifft etwa Mikrofon, Kontakte, Ortsangaben, Fotos, Kamera und mehr.

Zudem werden Third-Party-Domains gezeigt, die eine App kontaktiert hat. Unter macOS 12 alias Monterey wird Apple künftig die Nutzung des Mikrofons überwachen, wie man dies bei iOS und iPadOS kennt. Ein kleines Icon in der Menüleiste zeigt einen aktuell laufenden Zugriff an.

(bsc)