Apple warnt vor kindersicheren AirTag-Batterien

Die Knopfzellen können eine Gefahr für Kinder sein. Mit Bitterstoffen überzogene CR2032er soll man für die Tracker trotzdem nicht nehmen, so der Apple-Support.

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AirTags auseinandergenommen.

(Bild: iFixIt)

Von
  • Ben Schwan

Die in Apple-AirTags vorhandene Knopfzelle sollte zunächst nicht durch eine kindersichere Variante ausgetauscht werden, weil diese inkompatibel sein kann. Das hat Apple in einem Supportdokument zum Austausch der Batterie der kleinen UWB-Tracker mitgeteilt.

Zuvor hatte es Warnungen von Verbraucherschutzbehörden gegeben, dass Kinder die bonbonförmigen Geräte verschlucken könnten; in Australien hieß es etwa, Apple müsse mehr tun, als ein Warnlabel nachzureichen. Die in den AirTags enthaltene Batterie kann schwere Gesundheitsschäden hervorrufen, wenn sie in den Magen gelangt. Kinder könnten die AirTags entweder "am Stück" verschlucken oder an die Knopfzelle gelangen, um diese dann in den Mund zu stecken; dazu reicht eine einfache Drehbewegung zur Öffnung der AirTags.

Eine mögliche Lösung wären CR2023-Knopfzellen, die mit Bitterstoffen überzogen sind; große Anbieter wie Duracell verkaufen diese beispielsweise. Das Material soll dazu führen, dass der Nachwuchs eine in den Mund gesteckte Knopfzelle gleich wieder ausspuckt, weil sie unangenehm schmeckt. Allerdings sorgt diese Beschichtung offenbar dafür, dass Produktionstoleranzen verändert werden, die bei den kompakten AirTags eingehalten werden müssen.

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Wie Apple auf seiner Website schreibt, würden CR2032-Batterien mit einer Bitterstoffbeschichtung "möglicherweise" nicht mit dem AirTag funktionieren. Dies hänge von der "Ausrichtung der Beschichtung in Bezug auf die Batteriekontakte" ab. Dass der Konzern dies nicht bedacht hat, ist unschön – solche kindersicheren Knopfzellen sind seit längerem auf dem Markt.

Somit gibt es aktuell keine echte Lösung für das Problem. In Australien haben offenbar bereits mehrere große Händler die AirTags wegen der Verschluckgefahr aus dem Programm genommen, darunter die Handelskette Officeworks. Apple habe daraufhin zwar ein Warn-Label auf der AirTags-Verpackung ergänzt, doch löse das nicht die grundlegenden Bedenken in Hinblick auf die Zugänglichkeit der Batterie, erläutert die Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) im Juni. Man führe den Dialog mit Apple fort und prüfe zudem, welche weiteren Schritte erforderlich sind, um die Sicherheitsbedenken auszuräumen.

(bsc)