Apple will offenbar auf Tracking-Pixel in E-Mails verzichten

Den Hinweis auf die Verwendung versteckter Pixel-Tags zur Kontrolle von E-Mail-Öffnungen hat Apple aus der neuen Datenschutzerklärung gestrichen.

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Von
  • Leo Becker

Apple hat die Datenschutzrichtlinie aktualisiert. In der neuen, zum 1. Juni 2021 aktualisierten Fassung, fehlt nun der bislang dort vermerkte Hinweis auf den Einsatz von Tracking-Pixeln – er wurde ersatzlos gestrichen. Apple scheint somit künftig darauf zu verzichten, derartige Pixel in seine E-Mail-Kommunikation mit Kunden einzubetten.

Man habe solche "Pixel-Tags" bislang verwendet, um zu überprüfen, ob das Schreiben geöffnet wurde – und darauf basierend den E-Mail-Versand möglicherweise zu reduzieren oder einzustellen, wie bislang in der Datenschutzerklärung des Konzerns festgehalten wurde. Apple verwendete solche Pixel etwa beim Rechnungsversand.

Gewöhnlich handelt es sich dabei um durchsichtige und ein Pixel große GIFs oder PNGs, die der Mail-Empfänger nicht sieht, dem Sender aber unter anderem Einblick gibt, ob, wann, wie oft und wo die E-Mail geöffnet wurde. Die Verwendung solcher Tracking-Pixel ist längst eine gängige Branchenpraxis und kommt insbesondere in Werbung und Newslettern zum Einsatz. Ob Apple die Änderung in Hinblick auf die Einführung seiner Tracking-Transparenz-Initiative vorgenommen hat, bleibt unklar. iPhone-Apps müssen für Anbieter-übergreifendes Tracking inzwischen erst eine Einwilligung einholen. Bislang verborgenes Tracking in iOS-Apps wird damit nun sichtbar.

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Vielen Nutzern und Nutzerinnen ist die verborgene Tracking-Praxis offenbar weiterhin nicht geläufig, regelmäßig gibt es Empörungswellen. Im Unterschied zu Browsern, bei denen sich etwa das Setzen von Cookies generell blockieren lässt, bieten die meisten E-Mail-Clients keinen direkten Weg, um Tracking-Pixel zu unterbinden. Stattdessen muss man auf das Blockieren externer Inhalte ausweichen, wodurch manche E-Mails aber auch unansehnlich und schlecht lesbar werden.

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An sogenannten "Click-through URLs" will Apple in E-Mails aber festhalten, dies diene zur Messung, welche Links bei Kunden auf Interesse stoßen. Beim Öffnen der URL wird man über einen "separaten Webserver" geleitet, bevor die Zieladresse aufgerufen wird, wie Apple ausführt.

(lbe)