Apple zieht Bilanz: Mehr als 900 Millionen zahlende Abonnenten nutzen Dienste

Während das Jahr 2022 für Apple in Sachen Hardware ein schwieriges war, legten die Dienste weiter zu. Dies betont das Unternehmen jetzt in einem offenen Brief.

Lesezeit: 4 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 14 Beiträge
Apples Dienste auf dem iPhone

(Bild: Primakov / Shutterstock.com)

In einem offenen Brief hat Apples Dienste-Chef Eddy Cue das Jahr 2022 rückblickend als "wegweisendes Jahr im Entertainmentbereich" für Apple bezeichnet. In einer Pressemitteilung geht das US-Unternehmen auf die einzelnen Services ein und wie sich diese weiterentwickelt haben. So zähle Apple inzwischen 900 Millionen zahlende Abonnenten in allen Apple-Diensten, wozu neben der iCloud unter anderem Apple Music, Apple TV+ und der App Store gehören. In letztgenanntem seien vor allem die In-App-Abos eine treibende Kraft für den Gesamterfolg. Seit dem Jahr 2008 habe Apple 320 Milliarden US-Dollar an Entwickler digitaler Güter und Dienste ausgezahlt.

Die Pressemitteilung spielt möglicherweise auch mit Blick auf die Quartalszahlen eine Rolle, die Anfang Februar bekannt gegeben werden sollen. Apple ging mit vergleichsweise wenigen neuen Produkten in das wichtige Weihnachtsgeschäft. Hinzu kam, dass durch die Covid-Maßnahmen in China und Unruhen in der größten iPhone-Fabrik die Nachlieferungen stockten. Analysten erwarten in der Folge Einbußen bei Gewinn und Umsatz. Die Services, die in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung und Umsatz gewonnen haben, dürften aber ein Lichtblick sein.

Details dazu, wie sich die Abonnenten auf die verschiedenen Dienste verteilen, behält Apple für sich. Die Pressemitteilung nennt unter anderem folgende Zahlen und Daten:

  • Der App Store werde jede Woche von mehr als 650 Millionen Menschen aus 175 Ländern und Regionen besucht. In-App-Abos machen dabei Apples Angaben zufolge einen großen Teil der 900 Millionen Abonnements aller Apple-Dienste aus. Ab Frühjahr 2023 tritt ein neues Preismodell in Kraft, das für In-App-Abos bereits gilt.
  • Der Spiele-Abo-Dienst Apple Arcade hat momentan über 200 Spiele im Angebot. 2022 wurden 50 neue Titel hinzugefügt und 300 Updates und Erweiterungen für bestehende Apps eingespielt.
  • Der Musikabo-Dienst Apple Music enthalte jetzt mehr als 100 Millionen Lieder. Ein großer Erfolg sei dabei 3D Audio, das inzwischen von 80 Prozent der Abonnenten genutzt werde.
  • Der Musikerkennungsdienst Shazam, der jetzt 20 Jahre existiert, wurde seit Anbeginn 70 Milliarden Mal genutzt. Im vergangenen Jahr habe Shazam 17 neue nationale Charts und 58 neue Citycharts eingeführt und damit die Abdeckung der weltweit meistentdeckten Musik weiter ausgedehnt. Nutzer identifizierten mit dem Dienst 40 Millionen verschiedene Songs von mehr als einer Million Künstlern.
  • Für Apple TV+ hat Apple die Eigenproduktionen Dear Edward, Hello Tomorrow, The Reluctant Traveler und Shrinking angekündigt. Außerdem gebe es 2023 neue Staffeln von Serien wie The Afterparty, Schmigadoon, Servant, Swagger und Truth Be Told sowie neue Filme wie Argylle, Killers of the Flower Moon, Sharper und mehr.
  • Der Fitness-Video-Abodienst Apple Fitness+ ist inzwischen in 21 Ländern verfügbar. Die Mediathek enthält laut Apple 3500 Workouts und Meditationen.
  • Über 95 Prozent der aktiven Accounts der iCloud nutzen Zwei-Faktor-Authentifikation.
  • 2022 erneuerte Apple in 13 Ländern und Gebieten Apple Karten, darunter Deutschland, Frankreich, Israel, Neuseeland, die Schweiz und Singapur.
  • Apple Pay steht inzwischen in fast 70 Ländern und Regionen zur Verfügung und arbeitet mit mehr als 10.000 Bank- und Netzwerkpartnern zusammen.

Cue, seines Zeichens Senior Vice President of Services bei Apple, lobt die "außergewöhnliche Arbeit von Kreativen weltweit". Nie zuvor hätten die Menschen unmittelbaren Zugang zu so vielen Inhalten gehabt, sagt er in Anspielung auf digitale Übertragungswege. Er betont auch den Wert der Privatsphäre und einer Kultur, in der jeder dazu gehöre.

Mehr von Mac & i Mehr von Mac & i

(mki)