#AppleToo: Mitarbeiter wollen Sexismus und Rassismus am Arbeitsplatz offenlegen

Apple-Mitarbeiter haben sich zusammengeschlossen, um Diskriminierung und Belästigungen zu dokumentieren. Die Geheimhaltungskultur des Konzerns begünstige dies.

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Apple

(Bild: dpa, Monica Davey)

Von
  • Leo Becker

Apple muss nach Ansicht von Angestellten besser gegen strukturelle Probleme und Benachteiligungen am Arbeitsplatz vorgehen: Mehrere Mitarbeiter haben sich zusammengeschlossen, um Berichte über Diskriminierung und Belästigungen unter dem Hashtag #AppleToo zu sammeln. Apples Kultur der Geheimhaltung schaffe für manche Mitarbeiter – vor allem Minderheiten – eine "einschüchternde Festung", Beschwerden würden intern nicht gehört. Gespräche mit Managern, Personalabteilung und Business Conduct hätten keine Besserung gebracht, deshalb trete man damit nun an die Öffentlichkeit.

Apple-Mitarbeiter werden aufgerufen, Erlebnisse über "Rassismus, Sexismus, Ungleichheit, Diskriminierung, Einschüchterung, Zwang, Missbrauch, unfaire Abstrafungen und unhinterfragte Privilegien" zu schildern. Man wolle die Berichte sammeln, um die strukturellen Probleme offenzulegen, heißt es auf der dazu eingerichteten Webseite appletoo.us.

Angeblich sind rund 15 aktive und vormalige Apple-Mitarbeiter an der Aktion beteiligt. Die Ethik-Expertin Timnit Gebru, deren Streit mit Google im vergangenen Dezember für erhebliches Aufsehen gesorgt hatte, begrüßte den Zusammenschluss gegenüber The Verge. Sie habe in ihrer vorausgehenden Zeit bei Apple so viele "ungeheuerlichen Dinge" gesehen, dass sie sich immer gewundert habe, wieso das keine öffentliche Beachtung fand.

In den letzten Monaten haben Apple-Mitarbeiter damit begonnen, den Ärger über Konzernentscheidungen auch öffentlich publik zu machen. Das reichte von Personalentscheidungen über die geplante Rückkehr vom Homeoffice ins Büro bis hin zu unerwünschten Umfragen zu Lohngerechtigkeit. Den Ergebnissen einer informellen Umfrage zufolge besteht eine Lohnlücke zwischen Frauen und Männern im einstelligen Prozentbereich.

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(lbe)