Apples Kampf gegen die Klinkenbuchse bei iPhone und iPad erfolgreich beendet

Mit dem iPad 10 hat Apple das letzte Tablet aktualisiert, das noch eine Buchse für analoge Kopfhörer hatte. Von nun an heißt es: Kabellos oder Adapter.

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iPad mit Klinken-Dongle.

Ein iPad mit Dongle, um einen Kopfhörer anzuschließen.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apples Produktlinien iPhone und iPad verfügen künftig durch die Bank nicht mehr über Klinkenbuchsen. Nachdem dies beim iPhone schon länger der Fall war, endet die Ära analoger Kopfhörer mit dem iPad 10 nun auch bei den Tablets. Die neue Generation des Einsteigermodells orientiert sich in Sachen Formfaktor stark am iPad Air – und dieses strich den 3,5-mm-Miniklinkenanschluss schon 2020.

Mit dem iPad 10 hat Apple also seinen Kampf gegen die Klinkenbuchse erfolgreich beendet. Er begann einst im Jahr 2016 mit der Einführung des iPhone 7 und 7 Plus. Apple gab als Begründung für die Streichung unter anderem an, dass dies platzsparend sei – obwohl diese Geräte gar keinen anderen Formfaktor hatten als das Vormodell. Danach wurde die Miniklinke nach und nach aus allen iPhones und iPads gestrichen. Ausnahme bleibt der Mac: Selbst in Zeiten der reinen USB-C-Anschlüsse – also vor MacBook Pro M1 Max und M1 Pro – blieb die Buchse hier als universeller Audioport erhalten.

In den ersten Jahren legte Apple bei Modellen, bei denen die Klinkenbuchse weggelassen wurde, stets noch einen Adapter von Lightning nach 3,5 mm bei – dies wurde aber recht schnell gestrichen. Wer diesen nicht in der Sammlung hat, muss ihn käuflich erwerben. Die Hardware wird sowohl in einer Lightning- als auch USB-C-Variante verkauft und kostet jeweils 10 Euro. Ein Test von c't fand schon früh heraus, dass man dadurch eine verringerte Audioqualität in Kauf nehmen muss.

Beim iPad dauerte das Ende der 3,5-mm-Miniklinke bis zum Oktober 2022. Apple hatte sein Einsteigertablet über viele Jahre mit einem veralteten Formfaktor "weitergeschleppt", der stets eine Klinkenbuchse integrierte. Erst in diesem Monat kam dann der neue, wie erwähnt am iPad Air orientierte Formfaktor auf den Markt. Er verabschiedet sich auch endlich vom Lightning-Anschluss und sorgt dafür, dass mit USB-C auch bei allen aktuellen Apple-Tablets nun diese modernere Technik Einzug hält. Da die Geräte aber nur den Apple Pencil der ersten Generation unterstützen, gibt es auch hier Adapter-Verrenkungen.

Wer weiter seinen anlogen Kopfhörer nutzen möchte, benötigt beim iPad 10 nun besagten Adapter oder er/sie steigt auf Bluetooth-Funktechnik um, die allerdings nicht unbedingt mit Qualitätsverbesserungen einhergeht. Einen Lossless-Modus hat Apple hier ebenfalls noch nicht entwickelt. Ganz vom Tisch ist das Thema Klinke bei iPhone und iPad dann aber doch nicht. Apple hat sich nämlich dafür entschieden, die neunte Generation des iPad mit altem Formfaktor zunächst weiterzuverkaufen, um das Lineup nach unten hin abzurunden. Das wurde nicht etwa mit einer Preissenkung verbunden, sondern bekam sogar eine Tariferhöhung um 50 Euro.

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(bsc)