Apples MagSafe-Akkupack auseinandergenommen

Ein erster Teardown zeigt die Technik, die in Apples Batteriepaket steckt. Reparaturen kann man wohl vergessen.

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Innenleben des MagSafe-Akkupacks.

(Bild: ChargerLab / Screenshot YouTube)

Von
  • Ben Schwan

Apples erstes magnetisches Akkupack fürs iPhone, die sogenannte externe MagSafe-Batterie, wird seit dieser Woche verkauft – online wie auch im stationären Handel. Die Spezifikationen der Hardware, die für iPhone 12, 12 mini sowie 12 Pro und 12 Pro Max gedacht ist, wurden von Apple anfangs geheim gehalten, entsprechend interessant ist es nun, mehr zu den technischen Details zu erfahren. Der Netzteilspezialist Charger Lab aus China hat Apples MagSafe-Akkupack deshalb nun einem Teardown unterzogen. Gleich vorneweg wird klar: Diese Hardware lässt sich offenbar nicht reparieren.

Denn das Kunststoffgehäuse der MagSafe-Batterie muss man mit roher Gewalt öffnen. Wie das Video zeigt, steckt in dem Akkupack einiges an Technik. So steckt nicht nur eine Batterie in dem Pack, sondern zwei – mit jeweils 5,733 Wattstunden (bei 7,62 Volt). Diese sind nebeneinander platziert. Auf der Rückseite gibt es eine große Metallplatte, die der Wärmeabfuhr dient. Für den MagSafe-Halt sind 16 Magneten integriert.

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Es gibt eine Steuerelektronik für das induktive Laden sowie einen Batteriecontroller. Zudem sind zwei Ladespulen verbaut. Ein Ein- und Ausschalter gibt es nicht – aktiviert wird das Akkupack, wenn es am iPhone befestigt wird. Das System schaltet zudem automatisch zwischen 5 Watt Ladeleistung und 15 Watt Ladeleistung – letzteres nur, wenn mindestens 20 Watt über ein Lightning-Kabel zur Verfügung stehen.

Apples externe MagSafe-Batterie beherrscht nicht nur das Laden von iPhones. Wie erste Besitzer der neuen Hardware melden, lädt das Akkupack auch AirPods und AirPods Pro auf – sowie andere Qi-kompatible Geräte. Schon zuvor war bekannt geworden, dass das magnetische Akkupack erstmals eine Funktion im iPhone 12, 12 Pro, 12 Pro Max und 12 mini freischaltet, über die es seit längerem Gerüchte gab: Das sogenannte Reverse Charging, bei dem das iPhone ein anderes Gerät induktiv lädt.

Hängt die Batterie am iPhone, kann dieses die externe Batterie aufladen, wenn ein Netzteil über ein Lightning-Kabel am iPhone (und nicht am Akkupack) eingesteckt ist. Dies ist das erste Mal, dass eine solche Funktion, wie man sie etwa seit längerem von Samsung-Handys kennt, bei Apple implementiert wird.

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(bsc)